Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH)
Heimische Wertschöpfung mit Laubholz sichern
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Berlin, 16.02.2026 - Am 13. Februar 2026 trafen Vertreter des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e. V. (DeSH) mit Hubert Aiwanger, stellvertretender bayerischer Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, zu einem Austausch über die Zukunft der Laubholzverarbeitung zusammen. Im Mittelpunkt standen der wachsende Anteil von Laubbäumen in den deutschen Wäldern, die gleichzeitig rückläufigen Verarbeitungskapazitäten sowie die Frage, wie die regionale Wertschöpfung im Rahmen der Initiative Laubholz+ gezielt gestärkt werden kann.
Anbei erhalten Sie die Pressemitteilung des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V.
Gespräch mit der Initiative Laubholz+
Heimische Wertschöpfung mit Laubholz sichern
Am 13. Februar 2026 trafen Vertreter des Deutschen Säge- und Holzindustrie Bundesverbands e. V. (DeSH) mit Hubert Aiwanger, stellvertretender bayerischer Ministerpräsident und Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, zu einem Austausch über die Zukunft der Laubholzverarbeitung zusammen. Im Mittelpunkt standen der wachsende Anteil von Laubbäumen in den deutschen Wäldern, die gleichzeitig rückläufigen Verarbeitungskapazitäten sowie die Frage, wie die regionale Wertschöpfung im Rahmen der Initiative Laubholz+ gezielt gestärkt werden kann.
„Laubholz ist für unsere Branche Hoffnungsträger und Sorgenkind zugleich: Der Anteil der Laubbäume in unseren Wäldern wächst seit Jahren durch den Waldumbau. Gleichzeitig stehen jedoch die Unternehmen der Laubholzverarbeitung vor großen Herausforderungen, was in den letzten Jahren zu sinkender Produktion und Verwendung von Laubholz geführt hat“, erklärt DeSH-Geschäftsführerin Julia Möbus. „Diese Diskrepanz gefährdet regionale Wertschöpfung, Investitionen und Klimaschutzpotenziale. Mit unserer Initiative Laubholz+ setzen wir uns daher für eine nachhaltige Rohstoffmobilisierung, die Stärkung der Verarbeitungskapazitäten und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen ein“, betont Möbus.
Heimisches Laubholz konsequent nutzen
Im Rahmen des Laubholzgesprächs unterstrich Hubert Aiwanger die strategische Bedeutung einer konsequenten Nutzung heimischer Ressourcen: „Im Zuge des Waldumbaus fällt immer mehr Laubholz an. Diesen Rohstoff sollten wir im eigenen Land sinnvoll einsetzen. Es wirkt grotesk, wenn wir heimische Eiche ungenutzt lassen und stattdessen alternative Produkte – beispielsweise Kunststoff-Bahnschwellen – aus dem Ausland beziehen. Wir haben ausreichend Holz im Land, das fossile Rohstoffe ersetzen kann. Wir müssen es nutzen.“
Von der Bahnschwelle bis zum Bauholz
Im weiteren Austausch verwies Patrik Rodlberger, Geschäftsführer der Pollmeier Furnierwerkstoffe GmbH und Sprecher des DeSH-Arbeitskreises Laubholz, auf die wachsenden Einsatzbereiche von Laubholz im Bauwesen. Moderne Produkte wie Buchen-Furnierschichtholz eröffnen neue Möglichkeiten im konstruktiven Holzbau sowie in hybriden Bauweisen. Willibald Lacker, Geschäftsführer des DeSH-Mitglieds Lacker Sägewerk GmbH, betonte zudem, dass insbesondere Bahnschwellen aus heimischem Laubholz einen konkreten Beitrag zu einer klimafreundlicheren Schieneninfrastruktur leisten könnten.
Schulterschluss für Innovation und Klimaschutz
Einig waren sich alle Teilnehmer, dass es einen engen Schulterschluss von Branche und Politik braucht, um Innovation, Investitionen und regionale Kreisläufe zu stärken und das Potenzial heimischen Laubholzes konsequent zu heben. Im Rahmen der „Allianz für regionale Wertschöpfung durch heimisches Laubholz“ möchte der DeSH gemeinsam mit Partnern die Potenziale des heimischen Laubholzes stärken und weiterentwickeln.
Pressekontakt:
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Tel.: +49 30 2061 399-00 Fax: +49 30 2061 399-89 E-Mail: presse@zukunft-holz.de Internet: www.zukunft-holz.de
Lobbyregisternummer: R000346
Über die Deutsche Säge- und Holzindustrie
Seit über 125 Jahren vertritt der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e.V. (DeSH) die Interessen der Säge- und Holzindustrie auf Bundes-, Landes- und europäischer Ebene. Mit ihren vielfältigen Produkten aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz bilden die 350 Mitgliedsunternehmen des DeSH das Scharnier zwischen dem Wald und der Holzverarbeitung bis zum Holzbau. Sie sind ein wesentlicher Pfeiler für die Bioökonomie und Schlüssel für die nachhaltige Transformation von Wirtschaft und Gesellschaft. Der DeSH steht für die nachhaltige Verarbeitung und Verwendung des Roh- und Werkstoffs Holz als Beitrag zu Klimaschutz, Beschäftigung und Wertschöpfung für einen zukunftsfähigen Wirtschaftsstandort Deutschland.