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IGBCE hält Kurs in stürmischen Zeiten

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Ein volles Haus, intensiver Austausch und sichtbare Solidarität: Das waren die Zutaten für einen gelungenen Bayerntag 2026 der IGBCE Bayern. Mehr als 700 aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind dafür am 21. Februar im Löwenbräukeller in München zusammengekommen. Eingeladen hatte der bayerische Landesbezirk der Zukunftsgewerkschaft gemeinsam mit allen sieben bayerischen IGBCE-Bezirken.

Ein volles Haus, intensiver Austausch und sichtbare Solidarität: Das waren die Zutaten für einen gelungenen Bayerntag 2026 der IGBCE Bayern. Mehr als 700 aktive Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter sind dafür am 21. Februar im Löwenbräukeller in München zusammengekommen. Eingeladen hatte der bayerische Landesbezirk der Zukunftsgewerkschaft gemeinsam mit allen sieben bayerischen IGBCE-Bezirken.

Harald Sikorski eröffnete den Bayerntag mit einem deutlichen Signal des Zusammenhalts. „Euer zahlreiches Kommen zeigt: Die IGBCE in Bayern ist da – stark, entschlossen und mutig“, so der Landesbezirksleiter. In „stürmischen Zeiten“ brauche es solche Orte des Austauschs und der Solidarität dringender denn je. Seine Botschaft: Reformen dürften nicht „auf dem Rücken der Schwächsten“ ausgetragen werden. Die IGBCE werde sich entschieden gegen Versuche stellen, soziale Sicherheit abzubauen oder Beschäftigte gegeneinander auszuspielen.

Mit Blick auf die derzeit laufende Tarifrunde Chemie unterstrich Harald Sikorski: „Unsere Kolleginnen und Kollegen brauchen eine spürbare Reallohnsteigerung.“ Angesichts hoher Lebenshaltungskosten werde es keine Nullrunde geben. Sozialpartnerschaft funktioniere nur, „wenn beide Seiten etwas davon haben“. Zudem rief er zur Beteiligung an den anstehenden Betriebsratswahlen auf, für die der Bayerntag den offiziellen Startschuss markierte. Die einfache Gleichung: Wo es Betriebsräte gebe, „geht es den Menschen besser“.

Hauptredner des Bayerntags 2026 war Francesco Grioli, Mitglied des geschäftsführenden Hauptvorstands der IGBCE. Er ordnete die gewerkschaftlichen Auseinandersetzungen in einen internationalen Kontext ein. Die Welt erlebe eine Phase tiefgreifender Verunsicherung, alte Gewissheiten gerieten ins Wanken. Umso wichtiger sei gewerkschaftliche Geschlossenheit. „Echte Zukunftsfähigkeit entsteht nicht durch Kahlschlag, sondern durch Sicherheit und Wertschätzung für die Menschen, die diesen Laden am Laufen halten“, so Francesco Grioli.

Gleichzeitig warnte er vor einer Rückkehr zu marktgläubigen Rezepten und pauschalen Forderungen nach Sozialabbau. Wer „die Kettensäge an den Sozialstaat“ lege oder Beschäftigten mangelnde Leistungsbereitschaft unterstelle, müsse mit gewerkschaftlichem Widerstand rechnen. Zugleich mahnte er Investitionen in die heimischen Standorte an. Wer Gewinne in Deutschland erwirtschafte, müsse auch hier investieren. Eine starke Mitbestimmung sei in Zeiten globaler Standortkonkurrenz unverzichtbar.

In seinem Grußwort betonte Bernhard Stiedl, Vorsitzender des DGB Bayern, die Stärke der IGBCE als Gewerkschaft. Sein Versprechen: „Solange Beschäftigte um ihre Arbeitsplätze bangen müssen, werden wir als Gewerkschaften unbequem sein.“ Auch die bayerische IGBCE Jugend setzte einen eigenen Akzent. Mit einer eindrucksvollen Inszenierung karikierten die jungen Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wiederkehrende Vorurteile, die Jugend sei faul oder arbeitsscheu.

Gleichzeitig machten sie auf ernste Entwicklungen aufmerksam: Viele Auszubildende seien auf Nebenjobs angewiesen, um überhaupt ihre Miete zahlen zu können. Eine sich immer schneller drehende Arbeitswelt verlangt ständiges Lernen, ständiges Anpassen, ständige Verfügbarkeit. Verbunden war die Aktion mit der klaren Aufforderung: „Ausbildung auf die 1“ – zugleich Motto der neuen bundesweiten Kampagne der IGBCE Jugend.

Für den musikalischen Rahmen sorgte die Band ScheinEilig mit bayerischer Folk Musik, Kabarettist HG. Butzko setzte zum Abschluss mit pointiertem Humor Akzente zur politischen und gesellschaftlichen Großwetterlage. Vom Bayerntag 2026 ging ein klares Signal aus: Die IGBCE Bayern will soziale Sicherheit wahren, industrielle Zukunft gestalten und demokratische Werte entschlossen verteidigen.

Industriegewerkschaft IGBCE
Verantwortlich: Harald Sikorski
Landesbezirksleiter Bayern
Unterhachinger Str. 75, 81737 München
Telefon: +49 895 14 04 100
Telefax: +49 895 14 04 12 0
E-Mail:  lb.bayern@igbce.de
Internet:  IG-BCE-Landesbezirk Bayern (igbce.de)

Über uns: Der Landesbezirk Bayern umfasst die sieben Bezirke Altötting, Augsburg, Kelheim-Zwiesel, Mainfranken, München, Nordostbayern und Nürnberg. Die IGBCE Bayern vertritt rund 70.000 Mitglieder in über 650 Betrieben. Unsere Mitglieder arbeiten unter anderem in den energieintensiven Branchen Chemie, Kunststoff, Papier, Feinkeramik und Glas. Sitz der Geschäftsstelle des Landesbezirks Bayern ist in München. Landebezirksleiter ist Harald Sikorski.

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