Umfrage: Deutliche Bevölkerungsmehrheit lehnt Energiepolitik der Bundesregierung ab
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Umfrage: Deutliche Bevölkerungsmehrheit lehnt Energiepolitik der Bundesregierung ab
Düsseldorf, 16. März 2026. Rund 69 Prozent der Bevölkerung sehen die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung „sehr negativ“ oder „eher negativ“. Das ist das Ergebnis einer Umfrage, die Civey im Auftrag der naturstrom AG durchgeführt hat. Die geplante Streichung der Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen stößt mehrheitlich auf Ablehnung, auch die Reform des sogenannten Heizungsgesetzes sehen viele Menschen im Land skeptisch.
Mehr als 53 Prozent aller Befragten halten die Pläne von Wirtschaftsministerin Reiche, die Einspeisevergütung für Photovoltaikanlagen bis 25 Kilowatt zu streichen, für „eindeutig falsch“ oder „eher falsch“. 36 Prozent finden sie „eindeutig richtig“ oder „eher richtig“, 10 Prozent sind unentschieden.
Auch die vorgebliche Abschaffung des sogenannten Heizungsgesetzes wird mehrheitlich kritisch bewertet. Rund 57 Prozent der Befragten sind der Ansicht, dass die Reformpläne der Bundesregierung für „eindeutig“ oder „eher mehr Verunsicherung“ sorgen. Sogar unter den Wähler:innen von CDU und CSU ist die Skepsis angesichts von 39 Prozent, die mehr Verunsicherung befürchten, groß. Lediglich 33 Prozent aller Befragten sind der Ansicht, dass die Reform zu „eindeutig“ oder „eher mehr Planbarkeit“ bei der Heizungswahl führt.
„Energiepolitik an den Menschen vorbei“
„Die Bundesregierung macht Energiepolitik an den Menschen vorbei", kommentiert Oliver Hummel, Vorstandsvorsitzender der naturstrom AG, die Ergebnisse. „Die Pläne für einen abrupten Stopp der Solarförderung und zugleich niedrigere Anforderungen an den Einbau neuer Gasheizungen senden ein fatales Signal: Dieser Bundesregierung ist es mit der Transformation nicht ernst.“
Die Auswirkungen auf reale Investitionsentscheidungen bleiben abzuwarten. Auch nach der Vorstellung der Pläne zur Heizungsreform sehen 40 Prozent der Befragten die Wärmepumpe als die langfristig wirtschaftlichste Heizlösung. Lediglich 16 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass Gasheizungen bei steigender Beimischung von Wasserstoff oder Biomethan auf lange Sicht die günstigste Heiztechnik darstellen.
Diese Perspektive spiegelt sich auch in der Erwartung der künftigen Heizkosten: Über 80 Prozent der Befragten rechnen damit, dass das Heizen mit Gas künftig „auf jeden Fall“ oder „eher“ teurer wird, wenn der verpflichtende Anteil grüner Gase steigt. „Die Menschen sehen, dass der Einbau einer neuen Gasheizung ein finanzielles Risiko darstellt“, bilanziert Oliver Hummel von naturstrom. Und zwar über alle Parteigrenzen hinweg: Die Erwartung, dass Heizen mit Gas teurer wird, teilen je nach Parteipräferenz von den Linken bis zur Union zwischen 77 und 86 Prozent.
„Ob Heizungstausch oder Solarförderung: Noch handelt es sich um Pläne und Eckpunkte“, erinnert Oliver Hummel. „Die Bundesregierung selbst und auch die Fraktionen im Bundestag können noch nachjustieren.“ Anlass zum Nachdenken für den Koalitionspartner SPD: Nur 6,2 Prozent der eigenen Anhänger:innen bewerten die Energiepolitik der Regierung positiv.
Die Umfrage wurde vom 6. bis zum 8. März im Auftrag der naturstrom AG durchgeführt. Civey befragte online 5.000 Bundesbürger:innen ab 18 Jahren. Die Ergebnisse sind aufgrund von Quotierungen und Gewichtungen repräsentativ unter Berücksichtigung des statistischen Fehlers von 2,7 Prozentpunkten.
Alle Umfrageergebnisse sowie Bildmaterial finden Sie unten zum Download als auch in unserer Online-Kollektion zur Umfrage.
Die naturstrom AG wurde 1998 in Düsseldorf gegründet und versorgt über 300.000 Haushalte, Unternehmen und Institutionen mit Ökostrom, Ökogas sowie nachhaltigen Quartiers-, Wärme- und Mobilitätslösungen. Als größter unabhängiger Ökostromanbieter Deutschlands treibt naturstrom den Ausbau dezentraler Erneuerbarer Energien voran und hat über 350 Öko-Kraftwerke mit realisiert. Mehr als 500 Mitarbeitende an 17 Standorten entwickeln verbrauchsnahe Versorgungslösungen für Kommunen, Betriebe und Quartiere. Für Rückfragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Mit besten Grüßen Tim Loppe
Dr. Tim Loppe Pressesprecher / Leiter Medien & Politik e. Tim.Loppe@naturstrom.de | t. +49 211 77900-363 naturstrom AG | Parsevalstraße 11 | 40468 Düsseldorf www.naturstrom.de Sitz der Gesellschaft: Düsseldorf Amtsgericht Düsseldorf HRB 36544 Vorsitzender des Aufsichtsrats: Dr. Martin Riedel Vorstand: Oliver Hummel (Vorsitzender), Sophia Eltrop, Dr. Kirsten Nölke


