Alle Storys
Folgen
Keine Story von Barmherzige Brüder Trier gGmbH (BBT-Gruppe) mehr verpassen.

Barmherzige Brüder Trier gGmbH (BBT-Gruppe)

BBT-Gruppe zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz

BBT-Gruppe zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz
  • Bild-Infos
  • Download

2 Dokumente

BBT-Gruppe zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz:

Versorgungssicherheit braucht Handlungsspielräume statt pauschaler Kürzungen

Vor dem parlamentarischen Verfahren fordert die BBT-Gruppe eine Reformpolitik, die Finanzierung, regionale Versorgung und Transformation gemeinsam denkt.

Vor Beginn der parlamentarischen Beratungen zum GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz warnt die BBT-Gruppe vor zusätzlichen Belastungen für Krankenhäuser und fordert eine stärkere Ausrichtung der Reformen an der tatsächlichen Versorgungssituation vor Ort. Ziel müsse es sein, die Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung zu stabilisieren, ohne die wirtschaftliche Grundlage der Krankenhäuser weiter zu schwächen.

„Eine stabile GKV-Finanzierung ist wichtig. Aber sie darf nicht dadurch erreicht werden, dass Krankenhäuser weiter unter Druck geraten und ihnen die Spielräume genommen werden, die sie für die Umsetzung der Krankenhausreform dringend brauchen“, sagt Dr. Frank Zils, Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe. „Wer Versorgung sichern will, muss Krankenhäuser in die Lage versetzen, Zukunft zu gestalten.“

Die Krankenhäuser in Deutschland stehen bereits heute unter erheblichem wirtschaftlichem Druck. Gleichzeitig müssen sie tiefgreifende Transformationsaufgaben bewältigen: die Umsetzung der Krankenhausreform, Investitionen in Digitalisierung, Nachhaltigkeit, Krisenresilienz und die Sicherung von Fachkräften. Aus Sicht der BBT-Gruppe greifen pauschale Einsparvorgaben zu kurz, wenn sie diese Aufgaben nicht mitdenken.

Besonders betroffen sind freigemeinnützige Träger. Anders als kommunale Krankenhäuser können sie Defizite nicht über öffentliche Haushalte ausgleichen. Zugleich tragen sie vielerorts Verantwortung für eine verlässliche regionale Versorgung – medizinisch, pflegerisch und sozial. Dazu gehören auch personalintensive und gesellschaftlich besonders wichtige Bereiche wie Geriatrie, Palliativversorgung, Geburtshilfe, Psychiatrie und Pflege.

„Freigemeinnützige Träger arbeiten nicht für Gewinnmaximierung. Überschüsse fließen zurück in Versorgung, Pflege und soziale Aufgaben. Diese besondere Rolle muss in der politischen Debatte stärker berücksichtigt werden“, so Dr. Frank Zils.

Die BBT-Gruppe unterstützt deshalb die Kampagne des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland (KKVD), die auf die besondere Situation freigemeinnütziger Krankenhäuser aufmerksam macht. Gleichzeitig setzt die BBT-Gruppe auf einen konstruktiven und lösungsorientierten Dialog mit der Politik. Beim Besuch von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken anlässlich des 60-jährigen Jubiläums des Krankenhauses Tauberbischofsheim konnte sich die BBT-Gruppe bereits über zentrale Punkte austauschen – insbesondere über die Bedeutung unternehmerischer Handlungsspielräume für Krankenhäuser.

Aus Sicht der BBT-Gruppe braucht es eine Reformpolitik, die stärker auf Zielregulierung statt Detailsteuerung setzt. Entscheidend sei nicht eine weitere Verdichtung von Prüf-, Nachweis- und Kontrollmechanismen, sondern klare Versorgungsziele, verlässliche Finanzierung und ausreichende Freiräume für regionale Lösungen.

„Krankenhäuser brauchen Räume für Innovation. Wir müssen vor Ort Wege entwickeln können, wie Versorgung künftig besser, vernetzter und effizienter organisiert werden kann. Weitere Detailkontrollen oder zusätzliche Prüfverfahren schaffen keine Versorgungssicherheit und sparen kein Geld, wenn sie vor allem Personal binden, das in der Patientenversorgung gebraucht wird“, betont Dr. Frank Zils.

Die BBT-Gruppe fordert daher:

  • eine faire und ausgewogene Lastenverteilung im Gesundheitssystem,
  • eine verlässliche Refinanzierung tariflicher Personalkosten,
  • den Abbau bürokratischer Belastungen,
  • die Finanzierung versicherungsfremder Leistungen durch den Bund,
  • ausreichende unternehmerische Handlungsspielräume für Krankenhäuser,
  • und eine stärkere Berücksichtigung der besonderen Situation freigemeinnütziger Träger.

Mit Blick auf das diese Woche beginnende parlamentarische Verfahren appelliert die BBT-Gruppe an Bundestag und Bundesrat, den Gesetzentwurf entsprechend nachzubessern.

„Es geht jetzt nicht nur um kurzfristige Einsparungen. Es geht darum, ob Krankenhäuser auch künftig ihren Auftrag für die Menschen in den Regionen erfüllen können. Dafür bringen wir uns als BBT-Gruppe aktiv ein – konstruktiv, klar und mit dem Anspruch, Gesundheitsversorgung nah am Menschen langfristig zu sichern“, so Zils.

Für weitere Informationen:

Die Website www.frei-gemeinnützig.de des Katholischen Krankenhausverbands Deutschland (KKVD) informiert umfassend über die Auswirkungen des geplanten Gesetzes zur Stabilisierung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) auf die Kliniken. www.frei-gemeinnuetzig.de

Die BBT-Gruppe ist mit über 100 Einrichtungen, rund 17.000 Mitarbeitenden und ca. 900 Auszubildenden einer der großen christlichen Träger von Krankenhäusern und Sozialeinrichtungen in Deutschland. Die Einrichtungen sind in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Baden-Württemberg und im Saarland.

Foto:

Dr. Frank Zils, Sprecher der Geschäftsführung der BBT-Gruppe

Foto: BBT-Gruppe

Foto zum Download unter: https://www.bbtgruppe.de/zentrale/presse/pressefotos/

Beachten Sie auch das Interview zum Thema:

Versorgung neu denken – bevor Strukturen wegbrechen

Krankenhäuser zwischen Reformdruck, Sparvorgaben und regionaler Verantwortung

Christian Weiskopf, Geschäftsführer Finanzen und Unternehmenssteuerung der BBT-Region Trier-Rilchingen, und Jérôme Korn-Fourcade, Geschäftsführer Finanzen und Unternehmenssteuerung der BBT-Region Koblenz-Saffig, ordnen ein, wie Finanzstabilität und regionale Versorgung zusammen gedacht werden müssen – und wo Potenziale im deutschen Gesundheitswesen liegen.

Fotos:

Christian Weiskopf, Geschäftsführer Finanzen und Unternehmenssteuerung der BBT-Region Trier-Rilchingen

Jérôme Korn-Fourcade, Geschäftsführer Finanzen und Unternehmenssteuerung der BBT-Region Koblenz-Saffig

Fotos: BBT-Gruppe

Fotos zum Download unter: https://www.bbtgruppe.de/zentrale/presse/pressefotos/

Zentrale der BBT-Gruppe
Zentralbereich Unternehmenskommunikation
Kardinal-Krementz-Str. 1-5, 56073 Koblenz

So erreichen Sie das Team der Pressestelle:
 presse@bbtgruppe.de">presse@bbtgruppe.de
Tel. 02 61/496-6464

Besuchen Sie uns im Internet:  www.bbtgruppe.de
Abonnieren Sie unseren  Newsletter 
Barmherzige Brüder Trier gGmbH
Sitz der Gesellschaft: Koblenz
Amtsgericht Koblenz • HRB 24056
Vorsitzender des Aufsichtsrates: Bruder Alfons Maria Michels
Geschäftsführer: Dr. Frank Zils, Sabine Anspach, Andreas Latz
Weitere Storys: Barmherzige Brüder Trier gGmbH (BBT-Gruppe)
Weitere Storys: Barmherzige Brüder Trier gGmbH (BBT-Gruppe)