ARD Das Erste

"Beckmann" am Donnerstag, 27. Februar 2014, um 22.45 Uhr

München (ots) - Ruppig, rüde, rücksichtslos - werden wir zur Rüpel-Republik? PS-Rowdies gegen Radfahrer, Kampfradler gegen Fußgänger - raue Sitten herrschen nicht nur im Straßenverkehr. Viele Menschen haben den Eindruck, dass es in Deutschland zunehmend ruppiger zugeht. Lehrer stöhnen über Schüler, Polizisten klagen über Beschimpfungen, mehr Nachbarn denn je bekriegen sich vor Gericht. Sind wir alle rücksichtslose Egoisten? Und wie verändern Leistungsdruck und Zukunftsängste unser Zusammenleben?

Darüber diskutieren bei "Beckmann":

Jörg Schindler (Journalist) Wo führt es hin, wenn jeder nur noch das tut, was ihm selber nutzt? Jörg Schindler geht der Frage nach, warum Rücksichtnahme für viele ein Fremdwort zu sein scheint. Der Buchautor sieht in der Individualisierung der Gesellschaft einen Hauptgrund für achtloses und aggressives Benehmen.

Marichen Aden (Lehrerin) Die Schulleiterin legt in ihrer Berliner Grundschule Wert auf Ehrlichkeit, Höflichkeit und Hilfsbereitschaft und sagt: Rüpel haben bei uns keine Chance. Deshalb hat Marichen Aden mit den Eltern erfolgreich einen "Erziehungsvertrag" ausgehandelt.

Joannis Roock (Polizist) Tag für Tag erlebt er im Straßenverkehr zunehmend rücksichtsloses Verhalten. Der Hamburger Polizist Joannis Roock erklärt die Beschimpfungen und Pöbeleien damit, dass sich immer mehr Menschen gestresst und fremdbestimmt fühlen.

Katharina Saalfrank (Diplom-Pädagogin) Das Schulsystem sei auf Auslese ausgerichtet, Kinder würden auf immer bessere Leistungen getrimmt, sagt die frühere TV-"Super Nanny". Katharina Saalfrank fordert ein Umdenken in der Gesellschaft.

Serdar Somuncu (Kabarettist) Er gibt auf der Bühne den Rüpel und kennt keine Tabus. Serdar Somuncu will uns mit seinem Comedy-Programm den Spiegel vorhalten und sagt: "Wir brauchen eine Auseinandersetzung über unseren moralisch-ethischen Umgang."

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