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Neue Presse Hannover: Kommentar zur CSU/Frauenquote von Fabian Mast

Hannover (ots) - Es gibt einige Dinge, die ein aufstrebender Politiker in sich vereinen sollte. Weitsicht und ein Faible für das Allgemeinwohl werden dabei gemeinhin überschätzt, viel wichtiger sind die richtigen Kontakte. Wer sich bei der CSUeinen Namen machen will, muss bald eine weitere Qualifikation beachten:Frau sein. Die CSU will weiblicher werden und fast jede zweite Führungsposition mit einer Frau besetzen. Eine kühne Angelegenheit eigentlich - da aber auch an der CSU-Basis fast nur Männer sitzen, wohl eher eine tollkühne Angelegenheit. Das letzte Mal, als eine Frau in der CSUhoch hinaus wollte, gab es Pöbelgesang beim Politischen Aschermittwoch, außerdem wurden der Karrieristin Alkoholprobleme angedichtet. Zugegeben: Wer ein Problem mit Gabriele Pauli hatte, musste nicht zwangsläufig frauenfeindlich sein - sie hatte es mit ihren kruden Positionen ja darauf angelegt, nicht gemocht zu werden. Doch der Fall passt ins Bild, dass sich die CSU schwer tut mit dem weiblichen Geschlecht. Ein beeindruckender Beleg dafür kommt 2013 mit der "Herdprämie", die Mütter belohnt, wenn sie auf ihre Karriere verzichten. Vergesst die Frauenquote: Erst wenn die CSU ihr antiquiertes Gesellschaftsbild abschüttelt, wird sie für junge Frauen attraktiver. Übrigens auch für junge Männer. Und das kann ja auch nicht schaden.

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