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Kölner Stadt-Anzeiger: Dirigent Fabio Luisi zur klassischen Musik: "Das meiste Neue ist nichts"

    Köln (ots) - Fabio Luisi, Chefdirigent der Wiener Symphoniker und ab 2012 Chef in der Züricher Oper, zweifelt an der Neuen Musik: "Das meiste Neue ist nichts", sagt der Italiener im Gespräch mit dem "Kölner Stadt-Anzeiger" (Freitag-Ausgabe). Aber es gebe Werke, die wieder und wieder aufgeführt zu werden verdienten. "Uraufführungen sind oft genug ein Alibi eines Orchesters, das sagt: Guckt mal, wir interessieren uns für Neue Musik." Dann aber würden diese Kompositionen in der Versenkung verschwinden. "Viel wichtiger sind Wiederaufführungen von zeitgenössischer Musik." Luisi hatte 2009 das Amt des Generalmusikdirektors in Dresden vorzeitig aufgegeben. Zu den Gründen sagt er heute: "Es gab pro-grammatische Entscheidungen, auch Personalentscheidungen über meinen Kopf hinweg." Auch plane Dresden offensichtlich, die Agenda in Richtung leichtere Musik zu verändern: "Das ist nicht das Profil der Staatskapelle - und ich stehe auch nicht dafür."

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