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RNZ: Darum geht es Sarrazins Abstrafung lenkt vom Thema ab

Heidelberg (ots)

Von Klaus Welzel
Oberflächlich betrachtet verhält es sich mit der causa Sarrazin wie 
folgt: Ein Vorstand der Bundesbank vergreift sich im Tonfall und wird
abgestraft. Dass die Beweggründe von Bundesbank-Chef Axel Weber ganz 
anderer Natur sind, dass er einen unliebsamen Kollegen ausschaltet, 
um seine eigene Karriere nicht zu gefährden, das ist die zweite 
mögliche Sichtweise.
In Wirklichkeit wird hier aber per Maulkorberlass eine politische 
Debatte abgewürgt. Beschäftigt man sich nämlich mit dem Kern der 
Sarrazin-Botschaft, so muss Deutschland dringend etwas tun, um die 
nächsten Migranten-Generationen zu integrieren. Zwar versprechen 
Merkel, Schäuble und Co. genau das auf ihren "Integrationsgipfeln". 
Doch statt zum Beispiel eine flächendeckende, kostenlose - und 
vielleicht auch verpflichtende - Kinderbetreuung zu organisieren, 
schmeißen sie nun gemeinsam mit den Liberalen das Steuergeld in Form 
von Kindergelderhöhungen hinaus. Alles in allem will Schwarz-Gelb den
direkten Staatstransfer hin zu den Familien auf über 50 Milliarden 
Euro steigern.
Das ist mehr Geld als staatlicherseits für alle deutschen Schulen zur
Verfügung steht. Ein Irrsinn. Politiker aller Parteien sollten sich 
lieber darüber aufregen statt über einen Sprücheklopfer, der ihnen, 
wenn auch provozierend, den Spiegel vors Gesicht hält.

Pressekontakt:

Rhein-Neckar-Zeitung
Manfred Fritz
Telefon: +49 (06221) 519-0

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