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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Wahlen

    Heidelberg (ots) - Es gibt Sätze, die sind mit Magie aufgepumpt. Wie der von  Steinmeier am Sonntagabend: "Schwarz-Gelb ist nicht gewollt in diesem Land". Kleine Korrektur bei Tageslicht: Schwarz-Gelb ist nicht gewollt von Steinmeier. Weil es ihm jede Möglichkeit der  Regierungsbeteiligung nimmt. Schwarz-Gelb würde sogar die armselige Verlängerung der Großen Koalition verhindern. Steinmeier kämpft und kann nicht genau sagen, wofür. Er kann nur sagen, wogegen. Für den Wähler eine Zumutung. Mag sein, dass die SPD die K.o.-Metaphern für den Rest der Kampagne gefunden hat: Schwarz-Gelb und Marktradikalismus. Aber kann sie das Gegenbild   glaubhaft darstellen? Steinmeiers erste  Option ist die Ampel  - und die gibt es nur mit der FDP, die in allen drei Ländern gestärkt wurde. Merkel kann zwar nicht allein auf dem Kanzlerbonus zur Macht surfen. Aber sie ist es gewohnt, einen Prozess von seinem  Ende her zu denken. Also muss sie die Wähler überzeugen, warum Schwarz-Gelb die bessere Aufschwung-Perspektive wäre. Soviel Konkretion muss sein. Und das geht auch nicht im ständigen Streit mit der  FDP.

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