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RNZ: Rhein-Neckar-Zeitung, Heidelberg, zu: Milch

    Heidelberg (ots) - Wenn die im BDM organisierten Milchbauern jetzt auch die Molkerein systematisch blockieren, verlassen sie die erlaubte Protest-Zone, und  der    Milchkrieg eskaliert  zum Milchnotstand. Unsere Milchbauern können sich  zwar auf rabiate   Protestformen anderer  kleiner Gruppen berufen, die in jüngster Zeit ohne Rücksicht auf das Gemeinwohl zum Beispiel den Berufsverkehr lahmgelegt haben. Und doch hinkt der Vergleich: Die Milchbauern, die zurecht um einen fairen Herstellungspreis für ihr   Grundnahrungsmittel kämpfen, sind die Schwächsten in einem Kartell aus Milchindustrie und Lebensmittelketten. Ihre Aktion wird  nur dann zum Erfolg führen, wenn ihre Marktpartner den "fairen Preis" an die Kunden weitergeben können.    Und genau da fallen  theoretisches Verständnis für den Protest und  praktische Konsequenz  schnell auseinander. Letztlich  heißt das, dass Milch - und auch andere landwirtschaftliche Produkte    dem Gesetz von Angebot und Nachfrage nur bedingt unterliegen. Und dass wir für die Sicherheit der   Lebensmittel-Grundversorgung einen Preis bezahlen müssen. Einen höheren.

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