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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Bayer und Monsanto

Bielefeld (ots) - Seltsam: Da will der neue Chef des Bayer-Konzerns mit dem Kauf des Branchenschmuddelkindes Monsanto doch nur die wachsende Weltbevölkerung vom Hungertod bewahren. Jedenfalls sagt er das. Und dann muss er sich ausgerechnet von den kirchlichen Hilfswerken die schärfste Kritik gefallen lassen. Zu Recht!

Diejenigen, die Hunger und Unterernährung vor Ort bekämpfen, wissen sehr wohl, dass es den Agrarchemie-Riesen nicht um Ernährung geht. Sie sehen schlicht ein gutes Geschäft, wenn sie mehr Saatgut und Pflanzenschutz verkaufen können.

Das Geschäftsmodell heißt Grüne Gentechnik. Sie setzt die Bauern unter Druck, indem sie zunächst verspricht, die Erträge zu steigern. Dafür verschulden sich die Landwirte sogar. Das dicke Ende kommt später, wenn es keine natürlichen Alternativen etwa der Saatvermehrung mehr gibt. Dann können die Konzerne auf Monokulturen ihr Monopol ausspielen. Monsanto hat es vorgemacht und damit etwa in Indien Kleinbauern massenhaft in den Selbstmord getrieben. Leider wird dies bei der Überprüfung durch die Kartellämter keine Rolle spielen.

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