Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Kita-Streiks

Bielefeld (ots) - Längst geht es nicht mehr nur um Bauklötze und Singkreise: Heute haben  Erzieher in Kitas einen Bildungsauftrag. Sie fördern gezielt die Sprache, legen den Grundstein für die Sozialkompetenz der Kleinen und integrieren Kinder mit Migrationshintergrund. Die Arbeitsbelastung hat zugenommen. Trotzdem verdient eine Erzieherin zum Einstieg nur 1500 Euro netto. Aufstiegschancen? Fehlanzeige. Wenn am Freitag der unbefristete Streik in deutschen Kitas startet, sind vor allem die berufstätigen Eltern die Leidtragenden. Sie müssen ihren Nachwuchs bei Freunden und Verwandten unterbringen. Anders als bei den Streiks von Lokführern und Piloten ist das Verständnis für die Forderungen der Gewerkschaften aber da. Denn Eltern erfahren jeden Tag, was Erzieher leisten. Eine bessere Wertschätzung dieser Arbeit führt über eine entsprechende Bezahlung. Doch kann das Argument klammer Gemeindekassen in diesem Fall nicht gelten. Der Bund war es schließlich, der die frühkindliche Bildung als Ziel ausgerufen und an Länder und Kommunen weitergegeben hat. Wer die Anforderungen stellt, muss auch dafür aufkommen. Qualität kostet Geld. Vor allem in sozialen Berufen.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Chef vom Dienst Nachrichten
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: