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Westfalen-Blatt: zur AfD

Bielefeld (ots) - Machtkampf, Palastrevolte oder nur ein ganz normaler Streit? Die Alternative für Deutschland (AfD) zeigt derzeit, dass sie sich auf dem Weg zu einer normalen Partei befindet. Oder auch nicht. Wenn sich die Landesfürsten nicht mit dem vermeintlichen Parteichef Bernd Lucke einigen, droht eine Entwicklung, wie sie die Piratenpartei hinter sich hat: hochgejubelt, dann tief gefallen. Dabei muss es gar nicht von Nachteil sein, dass sich Mitglieder einer demokratischen Partei um den richtigen Kurs streiten. Wenn aber eine Entscheidung gefallen ist, müssen alle dahinter stehen. Dieser Prozess ist vielen in den Reihen der AfD offenbar noch fremd. Es reicht nicht, dass sich eine Partei gegen der Euro, gegen die EU und gegen Zuwanderung ausspricht. Wie steht die AfD zu Auslandseinsätzen der Bundeswehr, zum Schuldenabbau oder zur Bildungspolitik? Meistens ist es Lucke, der dazu gefragt wird, weil er in den Augen der Öffentlichkeit der AfD-Chef ist. Wenn das seinen Gegenspielern nicht passt, müssen sie neue Strukturen schaffen. Das Wort Alternative im Parteinamen allein reicht nicht, um eine Alternative zu sein.

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