Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Kita-Studie

Bielefeld (ots) - Fünf Milliarden Euro mehr pro Jahr: Die Forderung nach einer Aufstockung des Kita-Personals wird an den Länder-Finanzministern scheitern. Es reicht ja noch nicht einmal für das Nötigste. Die NRW-Landtagsfraktion der SPD hat gerade eingeräumt, dass die Reform des Kinderbildungsgesetzes zu einer massiven Unterfinanzierung der Tagesstätten in freier Trägerschaft führen wird. Das ist der bildungspolitische Offenbarungseid. Und wenn doch Geld da wäre - etwa dann, wenn der Bund massiv einspränge? Die 120 000 Erzieherinnen, die deutschlandweit zusätzlich eingestellt werden müssten, wären gar nicht da. Für ein Einstiegsgehalt von vielleicht 1400 Euro netto muss man schon Enthusiast sein, um sich für den Erzieherberuf zu begeistern. Die Tagesstätten, die Kinder in immer jüngeren Jahren und mit immer größeren Sozialisierungsproblemen fördern sollen, stehen also weiter ganz hinten an. Eltern, die es sich leisten können, weichen in Einrichtungen aus, die gegen entsprechende Zuzahlung die gewünschte Betreuungsqualität garantieren. Mit Bildungsgerechtigkeit hat das alles längst nichts mehr zu tun.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: