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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Inklusion auf dem Arbeitsmarkt

Bielefeld (ots) - Dass es Schwächere in einer Leistungsgesellschaft schwer haben, dürfte nicht überraschen. Von daher ist das Thema Inklusion auf dem Arbeitsmarkt noch mit ganz anderen Problemen behaftet als in der Schule. Effizienz, Gewinnmaximierung, Optimierung der Ressourcen - das steht im Kontrast zum Bild der behüteten Werkstätten. Wer einmal in einen Integrationsbetrieb schaut, lernt, dass es auch anders geht. Behinderte Menschen - wenn auch zumeist ungelernt - können durchaus etwas leisten. Und der Staat sorgt dafür, dass sich das betriebswirtschaftlich rechnet. Denn ein regulärer Arbeitsplatz für einen Menschen mit Handicap kostet nur etwa halb so viel wie ein Platz in einer Behindertenwerkstatt. Viele Unternehmen wissen allerdings nichts von den Fördermöglichkeiten. Sie kaufen sich mit der Ausgleichsabgabe frei, die Firmen zahlen, die nicht mindestens fünf Prozent ihrer Stellen mit Schwerbehinderten besetzen. Mit Blick auf immer mehr arbeitslose Schwerbehinderte ist hier Aufklärungsarbeit dringend erforderlich. Denn unter dem Strich können alle Beteiligten profitieren - nicht nur finanziell.

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