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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Chlorhühnchen

Bielefeld (ots) - Zu Anfang wurden das amerikanische Geflügel zum Symbol aller Widrigkeiten, die ein Freihandelsabkommen zwischen USA und Europa mit sich bringen würde. Fast schien es so, als sollten die europäischen Verbraucher vergiftet werden. Das ist natürlich Unsinn. Symbol ist das Chlorhühnchen allerdings dafür, wie unterschiedlich EU und USA mit dem Tier- und Verbraucherschutz umgehen. Jenseits des Atlantiks lächelt man größtenteils über die ethischen Vorbehalte hierzulande gegen Massentierhaltung. Wichtig ist dort, was am Ende der Produktionslinie rauskommt. Hauptsache für den Menschen gesund, heißt es dort. Es ist also nicht schlimm, wenn die Tiere Keime tragen. Hauptsache, sie werden am Ende beseitigt, und sei es mit Chlor. Europa folgt einem ganzheitlicheren Anspruch. Aus Sicht der Hygieniker ist das Ergebnis nicht optimal. Aber soll man die Welt nur aus der Sicht der Keime sehen? Ohne echte Erkrankungen zu verharmlosen: Nicht jede Magenverstimmung ist eine Lebensmittelvergiftung. Und einer der größten Keimträger ist immer noch der Mensch.

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