Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu G8 oder G9

Bielefeld (ots) - Gegen 76 Prozent der Bevölkerung lässt sich normalerweise keine Politik machen. Schon gar nicht, wenn es um das Thema geht, das in Familien den Alltag bestimmt. Mit Schulpolitik lassen sich keine Wahlen gewinnen - aber verlieren.

Das weiß auch Sylvia Löhrmann. Deswegen wollte die Schulministerin den Beteiligten und Betroffenen in Sachen G8 gestern den Puls fühlen und horchen, ob das Turbo-Abi an Gymnasien funktioniert. Unter dem Strich sind die Erfahrungen, vor allem von Eltern und ihren Kindern, eher schlecht. Der Druck auf die Jugendlichen hat spürbar zugenommen - und sie bringen den Druck mit nach Hause. Das ist der Hauptgrund dafür, dass Niedersachsen zum Abitur nach neun Jahren zurückkehrt und Hessen es den Gymnasien freistellt, sich auf G8 oder G9 festzulegen.

Ärgerlich sind die Einlassungen des Geschäftsführers der IHK Nordrhein-Westfalen. Einerseits kritisiert die Wirtschaft, dass die deutschen Schulabgänger (trotz Wegfall der Wehrpflicht) beim Einstieg ins Berufsleben zu alt seien. Andererseits bemängeln Handwerk, Handel und Hochschulen, dass viele Schüler weder studierfähig noch ausbildungsreif seien. Ja, was denn nun?

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: