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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Indien

Bielefeld (ots) - Frieden schaffen mit immer mehr Waffen: Diese Strategie funktioniert in den seltensten Fällen. Umso bestürzender ist es, dass Indien seine wachsende ökonomische Stärke vor allem dazu nutzt, sein Waffenarsenal zu vergrößern. Indiens Erbfeind ist seit der Teilung des Subkontinents 1948 Pakistan. Der letzte Krieg, in dem sich Delhi und Islamabad direkt gegenüber standen, liegt 42 Jahre zurück. Seitdem ist es aber weder gelungen, den Territorialstreit in Kaschmir beizulegen noch generell eine Atmosphäre des Vertrauens zu schaffen. Im Gegenteil: Indien beklagt sich nach Terroranschlägen nicht zu Unrecht, dass die Täter von pakistanischer Seite - vermutlich vom Geheimdienst - unterstützt werden. In diesem Jahr steht Indien vor einer wichtigen Wahl. Eine Niederlage der Regierung ist wahrscheinlich. Doch mit Narendra Modi, dem Ministerpräsidenten des an Pakistan angrenzenden Bundesstaates Gujarat, schickt die BJP ausgerechnet einen Kandidaten ins Rennen, der 2002 ein Massaker an Muslimen Minderheit geduldet, aber nie die Verantwortung übernommen hat. Die Lunte an Pulverfass glüht schon.

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