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Westfalen-Blatt: zu Rot-Rot

Bielefeld (ots) - Das könnte der Linken-Chefin Katja Kipping so passen: ein Händedruck-Foto mit dem Vizekanzler. Es ist nicht die SPD, die davon profitieren würde. Deshalb sollte es sich Parteichef Sigmar Gabriel gut überlegen, ob er die Linkspartei mit einem Spitzentreffen aufwerten will. Denn in der Außenpolitik hat sich die Partei von Sahra Wagenknecht und Gregor Gysi keinen Millimeter bewegt. Jedes militärische Eingreifen der Staatengemeinschaft lehnt die Linkspartei rundweg ab. Die SPD wird es nicht verantworten wollen, dem Abschlachten von Zivilisten in der Welt tatenlos zuzusehen. Und in der Sozialpolitik versucht die Linkspartei mit unbezahlbaren Vorschlägen zu glänzen. Für utopische Umverteilungsszenarien will sich die SPD nicht in Mithaftung nehmen lassen. Da bleibt nur die Machtfrage. Mittelfristig hat die SPD nur eine Chance auf die Kanzlerschaft, wenn es ihr gelingt, mit den Grünen und der Linkspartei eine Koalition zu bilden - erst in den Ländern, spätestens 2017 im Bund. Die CDU tut gut daran, schon jetzt Kontakte zu den Grünen aufzubauen. Der Wettlauf um die Macht hat längst begonnen.

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