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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Ukraine

Bielefeld (ots) - Geschichte wiederholt sich - nicht immer. Vor fast zehn Jahren gelang es den Menschen in der Ukraine, die Macht der Kommunisten und deren Nachfolger zu brechen. Die Orangene Revolution gelang fast ohne Blutvergießen. Seit den Schlachten auf den Straßen Kiews in der vergangenen Nacht haben die Auseinandersetzungen eine neue Dimension erreicht. Im Kampf zwischen dem Drang nach Freiheit und der Bewahrung alter Machtstrukturen sind sieben Menschen umgekommen. Das wird kaum ohne Folgen bleiben. Die inhaftierte Oppositionsführerin Julia Timoschenko ruft ihre Landsleute zum Widerstand gegen die Regierung auf. Die Europäische Union darf sich das Treiben der Staatsmacht gegenüber Demonstranten nicht tatenlos ansehen. In Brüssel halten sich die Spitzenpolitiker nach mit deutlichen Drohungen zurück. Aber Moskau warnt die EU schon vorsorglich vor Sanktionen. Andere Instrumente stehen ausländischen Staaten aber nicht zur Verfügung: Zuckerbrot und Peitsche. Darüber muss sich Kreml-Chef Wladimir Putin gar nicht groß aufregen. Er macht es doch genauso.

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