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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zur Lateinpflicht fürs Sprachenstudium

Bielefeld (ots) - Latein ist mehr als eine Sprache. Es ist Symbol der abendländischen Kultur. Entsprechend hitzig wird debattiert, wenn es um Sinn oder Unsinn des Erlernens dieses toten Idioms geht. Lässt man die Ressentiments beiseite, dann gibt es nicht viele Gründe, die für ein Festhalten am Latinum für Lehramtsstudenten moderner Sprachen sprechen. Sicher: In der europäischen Sprachenfamilie sind Französisch und Spanisch Kinder des Latein, und selbst im Englischen ist das Vokabular weitgehend der Sprache der Römer entnommen. Aber lehrt ein Pädagoge diese modernen Sprachen besser, wenn er des Latein mächtig ist? Wohl kaum. Unser bürgerliches Recht ist entscheidend vom römischen Recht geprägt. Dennoch muss kein Jurastudent Latein können. Auch die Mediziner bedienen sich in ihrer Diktion ausschließlich des Latein - als Studienvoraussetzung ist ein Latinum aber ebenso entbehrlich. Die jetzt geplante Senkung der Studienhürde hat aber auch pragmatische Gründe: Französisch oder Spanisch gelten weitgehend als Mangelfächer. Mit der Lockerung der Lateinpflicht werden Studienanreize geschaffen.

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