Westfalen-Blatt

Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT (Bielefeld) zu Hamas und Fatah

Bielefeld (ots) - Der Mossad weiß alles. Aber diesmal dürfte selbst der israelische Geheimdienst überrascht worden sein. Die tief verfeindeten Palästinenserorganisationen Hamas und Fatah wollen ihr Kriegsbeil begraben. Der Umbruch in den arabischen Ländern könnte den Schulterschluss beschleunigt haben. Die radikal-islamische Hamas muss fürchten, mit Syrien eine wichtige Schutzmacht zu verlieren. Und als die Proteste von Tunis und Kairo auch auf Gaza überschwappten, drohte den Hamas-Hardlinern der Machtverlust. Um den Traum von einem eigenen Palästinenserstaat zu verwirklichen, musste jetzt etwas passieren. Die Versöhnung könnte ein erster Schritt sein. Für einen Jubel ist es dennoch zu früh. Israel und der Westen reagierten äußerst zurückhaltend. Noch immer will die Hamas Israel zerstören und beweist das fast täglich mit Raketenangriffen. Ohne Gewaltverzicht bleibt die Hamas isoliert. Die Frage aber bleibt, ob die Palästinenser wirklich zu einer Versöhnung fähig sind. Den dortigen Parteien fällt es schwer, Wahlniederlagen klaglos hinzunehmen. Aber: Demokratie ist lernbar.

Pressekontakt:

Westfalen-Blatt
Nachrichtenleiter
Andreas Kolesch
Telefon: 0521 - 585261

Original-Content von: Westfalen-Blatt, übermittelt durch news aktuell

Weitere Meldungen: Westfalen-Blatt

Das könnte Sie auch interessieren: