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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema deutsche Diplomatie:

Bielefeld (ots) - Während Muammar al-Gaddafi Misrata bombardiert, erhöht die Nato ihren Druck. Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen wird weiterhin die Freiheit der Libyer verteidigen. Das ist die richtige Strategie gegen einen Tyrannen, der nur die Sprache der Gewalt versteht. Dagegen klingt Kanzlerin Angela Merkels Forderung, »Gaddafi möge der freiheitlichen Entwicklung Raum geben«, wie ein frommer Wunsch, und Außenminister Guido Westerwelles Ruf nach einer politischen Lösung erscheint weiterhin wohlfeil. Denn ohne den Militäreinsatz hätte die Freiheit keine Chance. Zwar beschwört der französische Außenminister Alain Juppé die Solidarität, und US-Außenministerin Hillary Clinton lobt das deutsche Engagement in Afghanistan, doch hinter den Kulissen gilt Deutschland weiterhin als wankelmütig. Westerwelles Wort, in Libyen gehe es um Freiheit und Würde, klingt unglaubwürdig angesichts seines Schlingerkurses. Da Deutschland die Freiheitskämpfer im Stich lässt und die Bündnissolidarität missachtet, bleibt Westerwelle nur die Rolle des Grüßaugust. Die Nato-Konferenz ist keine Sternstunde der deutschen Diplomatie.

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