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Westfalen-Blatt: Das Westfalen-Blatt (Bielefeld) zum Thema Bundeswehr:

Bielefeld (ots) - Rückhaltlose Aufklärung - das hat Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg versprochen. Etwas anderes bleibt ihm auch gar nicht übrig. Damit hat sein Ministerium auch gut zu tun. Mehrfach stand der Lieblingspolitiker der Deutschen im Sturm und ist gestärkt aus dem Unwetter hervorgegangen. Aber diesmal sind es gleich drei Baustellen, die Guttenbergs Aufmerksamkeit verlangen. Dabei erscheint die geöffnete Feldpost - immerhin ein möglicher Bruch des Briefgeheimnisses - noch relativ harmlos. Die Informationspolitik nach dem tödlichen Schießunfall in Afghanistan ist eine einzige Katastrophe. Warum kennt die Staatsanwaltschaft die Akten seit vier Wochen und warum bleibt der Verteidigungsausschuss so lange ahnungslos? Warum weiß der Wehrbeauftragte mehr über die Zustände an Bord der Gorch Fock als das Ministerium? Nach seiner Amtsantritt hatte Guttenberg zwei seiner engsten Mitarbeiter gefeuert, weil er sich nicht ausreichend unterrichtet fühlte. Jetzt muss er erklären, warum die Informationspolitik in seinem Haus noch immer nicht klappt.

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