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Westfalen-Blatt: Das WESTFALEN-BLATT zum Kinderporno-Skandal im Regierungsbezirk Detmold

    Bielefeld (ots) - Ein Staatsanwalt, der straffrei Kinderpornos besitzen durfte? »Wir wissen nichts, wir haben keine Unterlagen.« So haben das NRW- Justizministerium und die Generalstaatsanwaltschaft Hamm drei Wochen lang versucht, den Fall zu verschleiern. Erst als diese Zeitung trotzdem berichtete und andere Medien den Fall aufgriffen, wurde der Druck zu groß. Gestern funktionierten die Gedächtnisse wieder, und auch die Akten, die es nicht gab, tauchten plötzlich auf. So konnte das Ministerium den Ablauf des Falls auf einmal detailliert schildern. Der Skandal hat mehrere Facetten: Da ist die Staatsanwaltschaft Detmold, die einen Kollegen davonkommen ließ. Da ist das Justizministerium, ohne dessen Zustimmung das Verfahren sicherlich nicht eingestellt worden wäre. Und da ist der Versuch, die Geschehnisse von 2002 unter der Decke zu halten. Vergeblich: Irgendwann kommt alles raus. Jenen, die Kinderpornographie noch immer als Kavalierdelikt abtun, sei gesagt: Da werden auch Kinder, die gerade mal krabbeln können, vor laufender Kamera vergewaltigt. Damit sich das irgendein Kranker an seinem PC ansehen kann.

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