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Euroforum-Jahrestagung "Zukunft der Kabelnetze" fasst die Breitband-Strategien zusammen.

Köln/Düsseldorf (ots) - Digital Native oder Couch-Potato - die neuen Produkte und Services alter wie neuer Player bieten für jeden etwas http://bit.ly/kabelnetze2011

Der Markt für digitale Unterhaltung ist in Bewegung wie selten zuvor. Ging es anfangs nur um den Ausbau breitbandiger Zugangswege für mehr TV-Programme und damit um die Konkurrenz zwischen Kabel, DSL und Satellit, kommen heute mächtige neue Player ins Spiel. Im Access bauen sich die Mobilfunker mit durchsatzstarker LTE-Technik als mobile Alternative zum netzgebundenen Anschluss auf. Gleichzeitig bringen herkömmliche TV-Inhalteanbieter, aber auch Unternehmen wie Google TV oder Apple TV neue Medienformate ins Netz, die die Fernsehgewohnheiten der Zuschauer nachhaltig verändern. Nicht zuletzt tobt zwischen den Anbietern klassischer Unterhaltungselektronik und Computerherstellern ein Kampf um die TV-Endgeräte der Zukunft.

Das erschwert allen Marktteilnehmern die Positionierung und das Aufsetzen ertragreicher Geschäftsmodelle. Auf der Euroforum-Jahrestagung "Die Zukunft der Kabelnetze" am 23. und 24. Februar 2011 in Köln (http://bit.ly/kabelnetze) diskutieren die hiesigen Mitspieler im Medienmarkt Standpunkte und Strategien für ihre nächsten Schritte in Richtung Kundennutzen und Wertzuwachs. Ausgehend von den Plänen der Kabelnetzbetreiber als den wichtigsten Breitband-Herausforderern der Telekom AG mit ihrer VDSL-Infrastruktur beleuchtet die Tagung auch das Kalkül von Satellitenbetreibern, Sendeanstalten oder der Anbieter von Plattformen für audiovisuelle Rundfunkdienste.

Media Broadcast will digitale Grenzen überwinden So stellt sich die Media Broadcast GmbH, Anbieter von Services in den Bereichen Produktion, Content Management und Aussendung im Rundfunksektor, seit Anfang Dezember diesen Jahres mit einem neuen Produktportfolio vor. Unter der Überschrift "Transcending Digital Frontiers" bietet das Unternehmen seinen Kunden eine neue technologische Partnerschaft an. In dieser soll das Kerngeschäft Broadcast-Dienstleistungen mit deutlichen Verbesserungen und Erweiterungen auf digitale und interaktive Dienste ausgerichtet werden. Pay-per view TV, Catch-up TV, Video-on demand oder die Ausstrahlung globaler Events in HDTV oder 3D sollen so künftig auch auf terrestrischen Plattformen bereitstehen. Hierfür stellt der Anbieter Investitionen in Höhe von zwei Milliarden Euro in den kommenden zehn Jahren bereit, davon allein 500 Millionen in den nächsten beiden Jahren. Die Digitalisierung weiter vorantreiben will auch der in Hessen und NRW anbietende Kabelnetzanbieter Unitymedia. Das Unternehmen rüstet derzeit seine Netze auf die sogenannte Fiber-Power-Technik um. Diese basiert auf dem Breitbandstandard EuroDOCSIS 3.0. Ein Großteil des Netzes besteht dem Unternehmen zufolge bereits jetzt aus Glasfaser. Der Kabelnetzbetreiber führt derzeit die Initiative "Breitband regional" durch, die in den kommenden Monaten forciert werden soll. Bislang wurden zahlreiche Haushalte in rund 100 ländlichen Gemeinden in Nordrhein-Westfalen und Hessen angeschlossen. Über die "ditigale Agenda" des zweitgrößten Kabelnetzbetreiber in Deutschland berichtet Dr. Herbert Leifker (Geschäftsführer Unity Media Group) auf der Euroforum-Tagung.

Medien müssen koordiniert werden

Media Broadcast zufolge verändert der Boom der Digitaltechnologien das Verhalten der Konsumenten grundlegend. Sie favorisieren Interaktivität, volle Konnektivität, High Definition, 3D TV und mobile Dienste. Zu den Wachstumstreibern gehören nach Angaben des Unternehmens neben der zunehmenden Verbreitung des Digitalkinos in Europa auch zwei neue, erfolgreiche Serviceleistungen: Content Delivery Networks über Peering Internet sowie die Einbindung von Digital Streaming in Multi-Format Storage Lösungen und Broadcast-Plattformen. Media Broadcast und sein Mutterkonzern TDF wollen so zum "logistischen Koordinator" der Medien werden.

Tele Columbus: HDTV, schnelles Internet und Telefon: Alles aus einer Hand Derweil wird das Kabelnetz bundesweit ausgebaut. So hatten der Kabelnetzbetreiber Tele Columbus und die Chemnitzer Allgemeine Wohnungsbaugenossenschaft (CAWG eG) im August dieses Jahres eine deutliche Erweiterung des Fernsehangebots in den über 7300 Wohnungen der CAWG eG vereinbart. Mit dem Abschluss des neuen Vertrages zur Versorgung der Mitglieder und Mieter mit Kabelfernsehen wird erstmals nicht mehr zwischen dem herkömmlichen Analog-Empfang und dem modernen Digital-TV unterschieden. Vielmehr ist bei jedem Wohnungsanschluss jetzt ein umfangreiches digitales Basispaket mit mehr als 40 privaten Sendern und den fünf HDTV-Angeboten von RTL und ProSiebenSat.1 bereits inklusive. Neben dem Empfang von Fernsehen und Hörfunk ermöglicht das Tele Columbus Netz in Chemnitz auch Telefon-Dienstleistungen und schnelle Internet-Verbindungen aus einer Hand. Vom kommenden Frühjahr an stehen den Kunden in Chemnitz dabei sogar Geschwindigkeiten bis zu 100 MBit/s auf Basis des schnellen Datenübertragungsstandards DOCSIS 3.0 zur Verfügung.

2015: rund 25 Millionen Haushalte mit 3D-fähigen TV-Geräten Auch 3D-TV kommt langsam, aber sicher in die Wohnzimmer. Seit Ende November diesen Jahres ist der niederländische TV-Kanal Brava3D über Astra auf der Orbitalposition 23,5 Grad Ost zu empfangen. Brava3D ist der erste gesamteuropäische TV-Kanal, der klassische Musik, Opern und Ballet in 3D-Qualität ausstrahlen wird. Laut Astra wächst der Markt für dreidimensionales Fernsehen rapide. Nach jüngsten Studien von Informa Telecoms & Media werden bis zum Jahr 2015 rund 25 Millionen Haushalte in ganz Europa mit 3D-fähigen TV-Geräten ausgestattet sein. Bill Wijdeveld, Geschäftsführer von Astra Benelux: "3DTV eröffnet dem Fernsehzuschauer im wahrsten Sinne des Wortes eine neue Dimension und wird, zusammen mit HDTV, die Erlebnisqualität des Fernsehens weiter steigern." Satelliten würden Wijdeveld zufolge im Übrigen ideale Voraussetzungen bieten, um den Kapazitätsbedarf der Sender und den Wunsch der Kunden nach erstklassiger Übertragungsqualität zu erfüllen. Brava3D strahlt vorläufig unverschlüsselt aus.

Weitere Informationen zu Programm, Referenten, Themen und Zielgruppen stehen unter www.euroforum.de/kabelnetze bereit.

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Claudia Büttner
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