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Welthungerhilfe: WTO-Ergebnisse enttäuschend

    Bonn (ots) - Bonn, 18.12.2005. Die Deutsche Welthungerhilfe bezeichnet die Ergebnisse der WTO-Konferenz in Hongkong als enttäuschend für die Entwicklungsländer. "Die schwierigsten Verhandlungen sind wieder einmal verschoben wurden", sagte Alexandra Burmann, Handelsexpertin der Hilfsorganisation. Immerhin habe sich die WTO als ein "halbwegs handlungsfähiges Forum" erwiesen. Das sei ein Fortschritt gegenüber der letzten Konferenz im mexikanischen Cancún.

    Die Welthungerhilfe kritisiert, dass es nicht in befriedigendem Maße gelungen ist, die Subventionen für den Baumwollanbau in den USA und der EU abzubauen. Westafrikanische Baumwollbauern müssen weiter unter dem künstlich niedrig gehaltenen  Weltmarktpreis leiden. Grundsätzlich positiv dagegen ist der zoll- und quotenfreie Zugang   für die ärmsten Entwicklungsländer zu Märkten in Industrieländern, auch wenn ein nicht unerheblicher Teil der Waren erst nach einer Übergangszeit auf diesen Märkten zugelassen wird.

    Ein erfreuliches Ergebnis der Konferenz ist aus Sicht der Welthungerhilfe der Beschluss, die Exportsubventionen bis zum Jahr 2013 abzubauen. Auch der Beschluss, bestimmte Formen von Nahrungsmittelhilfe strengeren Regeln zu unterwerfen, wird grundsätzlich von der Hilfsorganisation begrüßt. In einigen Ländern dient die Nahrungsmittelhilfe mehr dazu, Agrarüberschüsse abzubauen als den Armen zu helfen. Das soll laut der verabschiedeten Abschlusserklärung ein Ende haben.

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