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ots.Audio: Solarstrom: staatliche Förderung nutzen und Geld sparen

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Bonn (ots) - Anmoderation:

Jeden Morgen geht die Sonne auf und schickt uns Licht und Wärme. Dieses Naturgesetz können Besitzer von Solaranlagen nutzen - und dabei ein gutes Gewissen haben. Schließlich leistet die Anlage auf dem Dach einen Beitrag zum Klimaschutz und sichert Arbeitsplätze in einer boomenden Öko-Branche. Sonnenkollektoren auf dem Dach schaffen außerdem mehr Unabhängigkeit von den großen Energiekonzernen. Seit 2009 gibt es die Möglichkeit, Photovoltaikstrom nicht nur ins öffentliche Netz einspeisen, sondern ihn auch selbst verbrauchen. Öffentliche Fördergelder machen das Kraftwerk auf dem eigenen Dach zusätzlich attraktiv. Ein Beitrag von Sabine Niemeyer.

Beitrag:

Deutschland ist Solarweltmeister. Nirgendwo auf der Welt werden mehr private Photovoltaikanlagen gebaut als hier. Trotz aller Vorteile - an einige Dinge sollte man denken, damit das Kraftwerk auf dem eigenen Dach zu einer wirklich soliden und rentablen Investition wird.

Die erste Beratung sollte man mit der regionalen Klimaschutzagentur vereinbaren, rät Lutz Reimann, Geschäftsführer des Hamelner Solarspezialisten Elektroma und stellvertretender Vorsitzender der Klimaschutzagentur Weserbergland. Dabei gibt es unter anderem individuelle Tipps bezüglich Standort und möglicher Größe und eine Prognose für den späteren Stromertrag. Um die Konzeption kümmert sich dann der Fachplaner des beauftragten Unternehmens. Doch wie findet man die richtige Firma? Lutz Reimann rät:

(O-Ton Lutz Reimann)

"Man sollte sich erkundigen, wie lange das Unternehmen schon Solartechnik macht und wie viele Anlagen schon gebaut wurden und ob es vielleicht Referenzanlagen gibt, die man sich anschauen kann. Wichtig ist auch ein neutrales Gütesiegel, wo Qualität von Angebot und Ausführung von neutraler Seite geprüft werden. Das Unternehmen sollte das Wissen für Reparaturen und zur Fehlersuche haben und natürlich sollte es in der Nähe sein, damit dem Kunden schnell geholfen werden kann, wenn ein Fehler auftritt."

Auch beim Angebot der gewählten Firma gilt es einige Dinge zu beachten:

(O-Ton Lutz Reimann)

"Wichtig bei dem Angebot ist, dass es klar und verständlich ist. Die einzelnen Positionen, wie Module, Wechselrichter und Unterkonstruktionen sollten mit aufgeführt sein. Es sollte klar sein, dass die komplette Anlage im Angebot abgedeckt ist, das heißt, zum Beispiel auch die Bereiche Netzanschluss und Blitzschutz und das auch über die Statik gesprochen wurde".

Die Lebensdauer eines Qualitätsmoduls liegt bei 25 Jahren. Zwar sinkt die Stromausbeute Jahr für Jahr leicht ab, dennoch erzielen gute Module auch nach 20 Jahren oder mehr noch eine Energieausbeute von über 80 Prozent ihrer Nennleistung. Lutz Reimann:

(O-Ton Lutz Reimann)

"Die Qualität der Solarmodule, der Wechselrichter und der Abstimmung beider Komponenten aufeinander ist sehr wichtig für einen guten Stromertrag aus der Anlage. Die Anlage soll 20 bis 25 Jahre lang gute Erträge liefern. Sind die komponenten nicht qualitätsvoll, wird man nicht den Ertrag haben, den man sich wünscht. Gerade bei dieser langfristigen Investition sollte man auf hohe Qualität achten."

Und wenn es dann ernst wird und die Solaranlage soll ans Netz gehen......wie sage ich es meinem Energieversorger?

(O-Ton Lutz Reimann)

"Ein gutes Handwerksunternehmen kümmert sich um genau diese Schnittstelle zum Energieversorger. Das heißt, in der Angebotsphase wird schon eine Voranfrage gemacht, um fest zu stellen, ob Solarenergie an dieser Stelle eingespeist werden kann. Und wenn es dann zur Inbetriebnahme der Anlage kommt, wird es zusammen mit dem Energieversorger den Zähler setzen und die Inbetriebnahme vornehmen. So wird der Kunde von allen Eventualitäten frei gehalten."

Der Staat garantiert privaten Sonnenstromproduzenten eine auf 20 Jahre fest geschriebene Vergütung für jede Kilowattstunde Strom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Betreiber können den Strom aber auch selbst nutzen: Je mehr Solarstrom direkt selbst verbraucht wird, desto höher fällt am Ende der finanzielle Ertrag aus. Doch vorher muss die Anlage in aller Regel zunächst finanziert werden. Was es dabei zu beachten gilt, erläutert Bernd Neuborn von der BHW Bausparkasse:

(O-Ton Bernd Neuborn)

"Die Finanzierung sollte an die Laufzeit der Einspeisevergütung angepasst werden. Meist ist nämlich die Vergütung höher als der Finanzierungsaufwand. So rechnet sich das Ganze vom ersten Tag an. Da die Anlagen in der Regel länger halten als 20 Jahre, kassiert man dann einen ordentlichen monatlichen Überschuss, der beispielsweise für die Altersvorsorge genutzt werden kann. BHW bietet speziell für die Finanzierung von Solaranlagen Darlehen zu günstigen Konditionen - bis 50.000 EUR ohne grundbuchliche Sicherung."

Und last but not least gibt es für die Betreiber von Solaranlagen auch Steuervergünstigungen. Bernd Neuborn:

(O-Ton Bernd Neuborn)

"Weil Investoren Einspeise-Vergütung erhalten, gelten sie steuerlich als Kleinunternehmer und können die Anlage über 20 Jahre abschreiben. Außerdem dürfen bis zu 40 Prozent sofort abgeschrieben werden. Das Finanzamt erstattet auch die im Kaufpreis enthaltene Umsatzsteuer."

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