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26.04.2018 – 10:49

BDI Bundesverband der Deutschen Industrie

BDI zur USA-Reise der Kanzlerin: Belastungsprobe durch Strafzölle

Berlin (ots)

Anlässlich der USA-Reise von Bundeskanzlerin Angela Merkel äußert sich BDI-Präsident Dieter Kempf:

   - "Die angedrohten Strafzölle stellen das transatlantische 
     Verhältnis vor eine große Belastungsprobe. Es ist wichtig, dass 
     die Bundeskanzlerin jetzt für direkte Gespräche auf Augenhöhe 
     nach Washington reist. In Deutschland hängt jeder vierte 
     Arbeitsplatz am Export. In der Industrie ist es sogar mehr als 
     jeder zweite. 
   - Bundeskanzlerin Merkel sollte US-Präsident Trump auffordern, 
     vollständig von den Importbeschränkungen auf Stahl und Aluminium
     abzusehen. Sie sollte ihm verdeutlichen, welche Risiken von den 
     US-Maßnahmen nicht nur für die Weltwirtschaft und den 
     Welthandel, sondern auch für die US-Wirtschaft ausgehen: 
     Angriffe auf den Freihandel gefährden Wohlstand und 
     Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks. 
   - Die USA müssen ihre Handelskonflikte im Dialog und gemeinsam mit
     der Welthandelsorganisation WTO lösen. Einseitige Zollsenkungen 
     der EU gegenüber den USA, wie sie Präsident Trump fordert, sind 
     weder vereinbar mit den Regeln der WTO noch im strategischen 
     Interesse der EU. 
   -	Nach wie vor belasten zahlreiche Hürden den Handel zwischen den 
USA und der EU. Es wäre wünschenswert, die Voraussetzungen für 
bilaterale Verhandlungen zu prüfen. Marktöffnung muss jedoch auf 
Gegenseitigkeit beruhen, ein reines Zollabkommen wäre zu kurz 
gegriffen. In den USA beschränken beispielsweise "Buy-America"-Regeln
den Zugang für ausländische Unternehmen zum Vergabemarkt." 

Aktuelle Informationen und weitere Positionen des BDI zur transatlantischen Wirtschaftspolitik finden sie hier im neuen BDI-Fokus Außenwirtschaft.

https://bdi.eu/newsletter/aussenwirtschaft/issue-2018-02-9/mail?web

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