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Verband kommunaler Unternehmen e.V. (VKU)

VKU-Vorstandssitzung in Brüssel
Energiewirtschaft der Zukunft wird dezentraler und mittelständischer

Brüssel (ots)

"Das Energiewirtschaftssystem der Zukunft wird dezentraler und mittelständischer geprägt sein als heute. Die deutschen Stadtwerke sind bei dieser Entwicklung auf nationaler wie europäischer Ebene ein wichtiger Eckpfeiler", sagte Stephan Weil, Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen (VKU) und Oberbürgermeister der Stadt Hannover anlässlich der VKU-Vorstandssitzung in Brüssel.

Eine Vielzahl von im Wettbewerb stehenden Marktakteuren sei Schlüsselbedingung für eine nachhaltige Entwicklung der Energiewirtschaft. Hier zeichneten sich weitreichende Veränderungen, vor allem in der Erzeugungs- und Netzinfrastruktur, ab. Die Stadtwerke seien auf diese Veränderungen gut vorbereitet. "Durch ihre dezentralen Erzeugungsanlagen können die Stadtwerke lokale Ressourcen gezielt und effizient nutzen und an den Energieverbrauch anpassen", so Weil.

Deutschlands kommunale Energieversorger haben eine Kraftwerkskapazität von 13.300 Megawatt (MW). Mit ihren geplanten umfangreichen Investitionen in effizientere Kraftwerke, dem Aufbau von zukünftigen "intelligenten" Verteilnetzen und dem Ausbau ihres Energiedienstleistungsangebots bilden die Stadtwerke ein bedeutendes Gegengewicht zum Oligopol der Großkonzerne auf dem Energiemarkt. Kraftwerkskapazitäten von 3.500 MW mit einem Investitionsvolumen von 6,5 Milliarden Euro sind bei Deutschlands kommunalen Unternehmen derzeit im Bau oder im Genehmigungsverfahren. "Daher brauchen die kommunalen Unternehmen langfristig belastbare ordnungspolitische Rahmenbedingungen", ergänzte Weil mit Blick auf Brüssel, "sei es bei mittel- und langfristigen Vorhaben wie dem EU-Energieaktionsplan 2011-2020 oder bei den Überlegungen der Kommission, die EU-Emissionen um 30 Prozent gegenüber 1990 zu reduzieren."

Gerade vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise zeigten sich die Vorteile der Kommunen und kommunalwirtschaftlichen Unternehmen als wichtige Infrastrukturdienstleister. "Kommunale Unternehmen bieten langfristig Versorgungssicherheit durch saubere Energieerzeugung und stützen gleichzeitig die lokale und regionale Wirtschaft", betonte Weil abschließend. Auch eine europäische Energie-, Klima- und Ordnungspolitik müsse die volkswirtschaftliche Bedeutung dezentraler Versorgungsstrukturen beachten.

Der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) vertritt rund 1.400 kommunalwirtschaftliche Unternehmen in den Bereichen Energie, Wasser/Abwasser und Abfallwirtschaft. Mit über 240.000 Beschäftigten wurden 2008 Umsatzerlöse von rund 92 Milliarden Euro erwirtschaftet und etwa 8,8 Milliarden Euro investiert. Die VKU-Mitgliedsunternehmen haben im Endkundensegment einen Marktanteil von 54,2 Prozent in der Strom-, 51,4 Prozent in der Erdgas-, 77,5 Prozent in der Trinkwasser-, 53,6 Prozent in der Wärmeversorgung und 11,8 Prozent in der Abwasserentsorgung.

Pressekontakt:

Carsten Wagner
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