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Neue Westfälische (Bielefeld): Kommentar: Touristensteuer in Mallorca Geordnete Bahnen Ralph Schulze

Bielefeld (ots) - Mallorca ist Europas beliebteste Urlaubsinsel. Deswegen schlägt die Ankündigung, dass das Ferienparadies nun eine Fremdenverkehrsabgabe kassieren will, hohe Wellen. Neue Steuern lassen stets wenig Freude aufkommen.  Schließlich klingeln, so möchte man meinen, auf der Insel dank der vielen Gäste auch so schon die Kassen. Die rund zehn Millionen ausländischen Touristen im Jahr sorgen mit ihren Hotelbuchungen, Restaurantbesuchen und Einkäufen dafür, dass die Steuereinnahmen kräftig sprudeln. Aber das Geld reicht längst nicht aus, um Mallorca für den wachsenden Tourismus zu rüsten. Die Sonnenoase leidet unter dem Urlauberansturm: Wälder, Dünen, bedrohte Küstenabschnitte müssen geschützt werden, wenn die Insel schön bleiben soll. Straßen, Trinkwassernetz und Strandzugänge müssen ausgebaut werden.  Die neue Mitte-links-Regierung will nun den wild wachsenden Fremdenverkehr in geordnete Bahnen lenken - auch mit Hilfe der "ecotasa", die von Ende 2016 an erhoben wird. Dass die Extrazahlung in Höhe von ein bis zwei Euro pro Nacht Urlauber verschrecken könnte, wie die Hoteliers befürchten, ist unwahrscheinlich. Schließlich sind solche Abgaben, die anderswo Kurbeitrag oder Ortstaxe heißen, vielerorts normal. Auch in Berlin, Paris oder Rom sind die Gästezahlen trotz Einführung der Übernachtungssteuer weiter gestiegen.

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