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Neue Westfälische: Lebenslange Haft für Alex W. Unbeeinflusst Recht gesprochen JOHANN VOLLMER

    Bielefeld (ots) - Urteile vor Gericht werden nicht gefällt, damit sie eine öffentliche Empörung befriedigen. Sie dienen auch nicht einem verständlichen Wunsch nach Vergeltung. Der Rachegedanke ist dem deutschen Rechtssystem fremd. Das einzige Ziel einer Urteilsfindung - und beileibe kein geringes - ist es, bestmöglich Gerechtigkeit herzustellen. Dass Alex W. nach seinem heimtückischen Mord im Gerichtssaal an der Ägypterin Marwa El-Sherbini ein Leben lang auf seine Freiheit verzichten muss, ist gerecht. Er hat eine 31-jährige schwangere Frau mit 16 Messerstichen getötet, getrieben von seinem Hass auf Ausländer. In der islamischen Welt hat diese Tat eine unvorstellbare Welle der Empörung ausgelöst. Die nachvollziehbaren Erwartungen, die die Muslime mit dem Prozess in Dresden verbanden, hat die Arbeit für die Richter nicht einfacher gemacht. Beeinflussen lassen haben sie sich davon nicht. Die Richter haben Alex W. mit aller Härte abgeurteilt, weil tödliche Intoleranz in Deutschland nicht toleriert wird. Das ist die Botschaft, die von Dresden ausgeht. Sie wird auch in der islamischen Welt Anerkennung finden.

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