ASB-Bundesverband

Verkürzung des Zivildienstes ab 1.10.2010
ASB: Große Besorgnis über Pläne zur vorgezogenen Verkürzung des Zivildienstes
Freiwilligenarbeit muss stärker gefördert werden

    Köln (ots) - Die heute bekannt gewordenen Überlegungen des Verteidigungsministeriums, die Verkürzung des Wehr- und damit auch des Zivildienstes bereits auf Oktober dieses Jahres vorzuziehen, stoßen beim Arbeiter-Samariter-Bund auf große Besorgnis.

    ASB-Bundesgeschäftsführer Wilhelm Müller: "Die geplante Verkürzung macht den Einsatz von Zivildienstleistenden in vielen Bereichen nahezu unmöglich. In der Pflege, in Kindergärten oder in der Individuellen Schwerstbehindertenbetreuung bauen die Zivildienstleistenden eine persönliche Beziehung zu den Menschen auf. Das wird bei einer Verkürzung der Zivildienstzeit kaum noch möglich sein. Auch im Rettungsdienst ist der sechsmonatige Einsatz von Zivildienstleistenden kaum noch sinnvoll, da allein die Ausbildungszeit drei Monate dauert. Wenn jetzt die Verkürzung vorgezogen wird, fehlt den Einrichtungen die Zeit, sich in ihren Planungen auf diese Problematik einzustellen."

    Der Arbeiter-Samariter-Bund fordert, eine Verkürzung des Zivildienstes in ein Gesamtkonzept einzubetten, das die Stärkung der Freiwilligenarbeit beinhaltet. "Der Arbeiter-Samariter-Bund erwartet von der Politik, die Freiwilligenarbeit stärker zu unterstützen. Dazu gehört auch die Möglichkeit einer freiwilligen Verlängerung des Zivildienstes", so Wilhelm Müller.

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