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PHOENIX PROGRAMMHINWEIS Sonntag, 26. Februar 2006, 22.15 Uhr Fall Deutschland 3. Teil: Die Globale Herausforderung

    Bonn (ots) - PROGRAMMHINWEIS

    Sonntag, 26. Februar 2006, 22.15 Uhr

    Fall Deutschland 3. Teil: Die Globale Herausforderung

    "Wir haben dem Osten unseren sozialen Apparat übergestülpt und damit den Wiederaufbau in den neuen Ländern entscheidend gebremst", so Ex-Volkswagen-Chef Carl Hahn. Nach der Wiedervereinigung entwickelt sich die Bundesrepublik zu einem Land, in dem hochproduktive Industriezweige - vornehmlich in den alten Bundesländern einen immer größer werdenden unproduktiven Kern mitfinanzieren müssen. Ein Unterfangen, das im internationalen Wettbewerb immer schwieriger wird. Als sich im Januar 1990 der Rauch der Silvesterknaller verzogen hat, kann die volks- und betriebswirtschaftliche Hinterlassenschaft des Arbeiter- und Bauernstaates DDR begutachtet werden. Das Urteil fällt verheerend aus: geringe Produktivität, spärliche und verrottete Infrastruktur, ökologische Brachen. Doch Helmut Kohl, Kanzler der Einheit, verspricht blühende Landschaften und setzt einen gigantischen Transfer in Gang. Seine Regierung verabschiedet die Wirtschafts-, Währungs- und Sozialunion. Doch damit werden die DDR-Waren zu teuer für den Export in den Hauptabsatzmarkt, den noch bestehenden Comecon. Zum anderen multiplizieren sich die Lohnkosten für die Ostbetriebe. Die Folge: ein Kollaps, bei dem Hunderttausende nun überflüssiger Arbeitskräfte freigesetzt werden. Für die westdeutschen Unternehmen heißt es: Kosten senken, Arbeitsplatzverlagerung nach Osteuropa oder Asien. Viele Unternehmen glauben so, der Konkurrenz aus den Billiglohnländern standhalten zu können. Die globale Herausforderung trifft die Bundesrepublik in ihrer schwersten wirtschaftlichen Krise und bleibt von vielen lange Zeit unbemerkt. "Die Deutschen haben den globalen Standortwettbewerb schlichtweg verschlafen", sagt Theo Waigel, ehemals Finanzminister im Kabinett Kohl. Was ist zu tun? Angesichts von fünf Millionen Arbeitslosen, überforderten Sozialsystemen und leerer Staatskassen ist jedem klar: So kann es nicht weitergehen. Die Politik muss sich davon verabschieden, Dinge zu versprechen, die sie nicht halten kann - so lautet ein Fazit der Analyse von Stefan Aust und Claus Richter. Der dritte Teil der Dokumentation zeigt mögliche Auswege aus der Misere. Dokumentation von Stefan Aust und Claus Richter (2005)

    Titel der Kurzfassung: Es begann mit einem falschen Versprechen (1990 bis heute)

    Fotos unter: www.ard-foto.de

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