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Ines Schwerdtner (Die Linke): "Es ist absolut möglich, eine Bürgerversicherung für alle zu schaffen"

Berlin/Bonn (ots)

Nach einem Jahr schwarz-roter Koalition in Berlin fällt die Bilanz von Linken-Chefin Ines Schwerdtner negativ aus. Die Regierung sei die unbeliebteste "seit Beginn der Aufzeichnungen". Es sei ein Jahr voller Abwertungen und Beleidigungen der Menschen in Deutschland gewesen. "Sie hören den ganzen Tag, sie arbeiten zu wenig, sie seien zu faul, sie seien zu oft krank. Und jetzt bekommen sie aber die Rechnung", sagte Schwerdtner dem TV-Sender phoenix. Es seien vor allem Unternehmen und die oberen zehn Prozent entlastet worden.

Schwerdtner will andere politische Prioritäten setzen: "Es ist absolut möglich, eine Bürgerversicherung für alle zu schaffen, in die alle einzahlen. Dass wir die privaten Krankenkassen auflösen und ein Krankensystem für alle haben. Genauso eine Rentenversicherung für alle, in die alle einzahlen, auch wir Abgeordneten. Das ist absolut möglich. Das heißt, man kann bei denen oben nehmen, damit wir ein gerechtes Rentensystem haben und auch ein gerechtes Gesundheitssystem. Das ist möglich, daran traut sich einfach die Regierung nicht ran." Bei der Finanzierung soll nach Vorstellung der Linken auch eine wiedereingeführte Vermögenssteuer helfen. "Niemand wird davon pleitegehen, wenn ein paar Multimilliardäre hier mehr Steuern zahlen müssen", ist Schwerdtner überzeugt.

Das ganze Gespräch sehen Sie hier: https://phoenix.de/s/rvL

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