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24.06.2019 – 12:55

Asklepios Kliniken

Wartefrist auf Visa für Fach-Pflegekräfte aus den Philippinen verlängert - Asklepios Kliniken fordern Bundespolitik zum Handeln auf

Hamburg - (ots)

- Fristverlängerung steht im Widerspruch zur gerade von der 
  Bundespolitik vorgelegten "Konzertierten Aktion Pflege" für eine 
  vereinfachte Fachkräftezuwanderung 
- Deutsche Botschaft in Manila behindert Einreise von 500 Intensiv-
  und OP-Fachpflegekräften, die in deutschen Kliniken dringend
  benötigt werden 
- Bundespolitik setzt trotz des bekannten Fachkräftemangels starre
  Personaluntergrenzen für Stationen fest und riskiert damit die
  Sperrung von Bettenkapazitäten und eine Rationierung der Medizin 

Der Fachkräftemangel in Deutschlands Kliniken hat eine kritische Dimension erreicht. Trotz steigender Anwerbeprämien und guter Bezahlung fehlen insbesondere im Bereich Intensivmedizin, Anästhesie und OP-Pflege bundesweit tausende gut ausgebildete Fachkräfte. Die Asklepios Kliniken haben deshalb in den vergangenen Monaten mehr als 500 gut ausgebildete und mehrjährig berufserfahrene Fachpflegekräfte auf den Philippinen speziell für den deutschen Klinikmarkt geschult. Diese versierten und motivierten Fachkräfte sind sofort in den Intensivstationen und OP-Sälen einsatzbereit. In Deutschland ist aber bislang nur ein sehr geringer Anteil dieser 500 Pflegekräfte angekommen. Bislang mussten die Fachkräfte schon vier Monate auf ein Visum warten. Jetzt hat die deutsche Botschaft in Manila die Wartezeit für einen Visumsantrag auf sechs Monate (!) heraufgesetzt - und dabei Pflegekräfte sogar noch schlechter gestellt als andere Antragsteller. Dies bestätigt auch der Staatsminister im Auswärtigen Amt, Niels Annen. Denn die Visa-Wartefrist für die übrigen Anträge auf Langzeitaufenthalte in Deutschland beträgt fünf Monate. "Dieses Vorgehen der deutschen Behörden ist absolut nicht verständlich und auch nicht hinnehmbar", sagt Kai Hankeln, Vorstandsvorsitzender der Asklepios Kliniken Gruppe, die bundesweit rund 160 Gesundheitseinrichtungen betreibt. "Wir wenden uns innerhalb eines Jahres jetzt schon ein zweites Mal an die Bundespolitik und die Ministerien, um darauf zu drängen, dass hier endlich im Sinne der Patienten gehandelt wird", so Hankeln.

Zur Einordung: Erst Anfang Juni haben die Bundesminister Giffey, Heil und Spahn den 180 Seiten starken Abschlussbericht der der Konzertierten Aktion Pflege (KAP) vorgelegt. Ausdrücklich wird dort festgehalten, dass die Verwaltungsverfahren im In- und Ausland in Zusammenhang mit der Erteilung von Visa für Pflegekräfte aus dem Ausland effizienter, transparenter und zukunftsorientierter gehandhabt werden sollen. "Und praktisch parallel dazu verkündet die deutsche Botschaft in Manila auf ihrer Homepage (http://ots.de/SE1D7c), dass die Visa-Wartezeiten ausgerechnet für Pflegefachkräfte von vier auf sechs Monate angehoben werden. Offenbar gibt es immer noch keine Koordination zwischen dem Gesundheitsministerium und dem Auswärtigen Amt", so Asklepios Konzernchef Kai Hankeln. Und weiter: "Wir sind uns ja bewusst, dass die geplanten Maßnahmen gemäß der KAP nicht von heute auf morgen umgesetzt werden können. Dass sich aber die aktuellen Vorgaben für die Rekrutierung von Pflegekräften aus dem Ausland weiterhin verschlechtern und die Bundesregierung gleichzeitig Maßnahmen zur Verbesserung publiziert, ist geradezu absurd. Wir benötigen diese Pflegekräfte dringend, um die Patienten zu versorgen. Nur mit Hilfe der Fachkräfte aus dem Ausland können wir unseren staatlichen Versorgungsauftrag erfüllen und die vom Gesetzgeber eingeführten Anforderungen der Pflegepersonal-Untergrenzen-Verordnung flächendeckend einhalten."

Konsequenzen der aktuellen Verlängerung der Visa-Wartefristen

Die Fristverlängerung hat auf diverse Prozessbereiche unkontrollierbare, negative Auswirkungen, z. B. auf den Sprachschulplan, auf Prüfungstermine, auf Anerkennungsverfahren im entsprechenden Bundesland - und letztendlich auch auf die Einsatzpläne in den Klinik-Abteilungen. Während die Fachkräfte auf den Philippinen auf ihr Visum warten, verlernen sie die mühevoll in den vergangenen neun Monaten erworbenen - und im Übrigen von Asklepios bezahlten - Sprachkenntnisse. Sie haben kein Einkommen, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten (auch das hatte Asklepios in den neun Monaten übernommen). Und für die Kliniken in Deutschland verzögert sich die Ankunft der dringend benötigten Pflegekräfte erheblich. Das führt zu großen Planungs- und Versorgungsproblemen. "Der Schaden ist kaum abschätzbar. Es ist niemandem vermittelbar, dass wir Intensiv- und andere Bettenkapazitäten sperren müssen, nur, weil die deutsche Botschaft in Manila nicht bereit ist, die Visa-Anträge für dringend benötigtes pflegerisches Personal priorisiert zu behandeln, sondern gerade diese Klientel explizit zurückstellt", sagt Kai Hankeln, Vorstandsvorsitzender der Asklepios Kliniken Gruppe.

Über Asklepios

Die Asklepios Kliniken GmbH & Co. KGaA zählen zu den führenden privaten Betreibern von Krankenhäusern und Gesundheitseinrichtungen in Deutschland. Die Klinikgruppe steht für eine hoch qualifizierte Versorgung ihrer Patienten mit einem klaren Bekenntnis zu medizinischer Qualität, Innovation und sozialer Verantwortung. Auf dieser Basis hat sich Asklepios seit der Gründung vor mehr als 30 Jahren dynamisch entwickelt. Aktuell verfügt der Konzern über rund 160 Gesundheitseinrichtungen in 14 Bundesländern. Dazu zählen Akutkrankenhäuser aller Versorgungsstufen, Fachkliniken, psychiatrische und forensische Einrichtungen, Rehakliniken, Pflegeheime und Medizinische Versorgungszentren. Im Geschäftsjahr 2018 wurden 2,3 Millionen Patienten in Einrichtungen des Asklepios Konzerns behandelt. Das Unternehmen beschäftigt mehr als 47.000 Mitarbeiter. www.asklepios.com

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