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Studie: Machbarkeit, fehlender Bedarf und Investitionskosten: Ladeinfrastrukturausbau steht vor vielen Hürden

Studie: Machbarkeit, fehlender Bedarf und Investitionskosten: Ladeinfrastrukturausbau steht vor vielen Hürden
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  • „Masterplan Ladeinfrastruktur 2030“ könnte Investitionskosten entscheidend senken
  • Wohnungsnahes Laden als Schlüssel für Mobilitätswende und Wertsteigerungen
  • Private Wohnungsunternehmengehen beim Ausbau voran

Essen, 30.03.2026 – Wo hakt es noch beim Stromtanken in Wohngebäuden? Technische Machbarkeit (63 Prozent), und ein aus Sicht der Vermieter bislang zu geringer Mieterbedarf (55 Prozent) und hohe Investitionskosten (56 Prozent) sind die größten Hürden beim Ausbau der E-Ladeinfrastruktur im deutschen Wohnungsbestand. Das hat eine Befragung von ista unter 200 Entscheidern der Branche ergeben. Die Investitionskosten werden nun durch die neue Bundesförderung „Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern“ adressiert doch es bestehen zahlreiche weitere Herausforderungen. Innerhalb der kommenden drei Jahre rechnen die Befragten mit einem Ladebedarf von durchschnittlich elf Prozent ihrer Mieterschaft – Tendenz steigend.

„Im Mieterland Deutschland ist der Ausbau der Ladeinfrastruktur in Mehrparteienhäusern entscheidend für das Gelingen der Mobilitätswende“, sagt Christoph Klinck, Tribe Lead Commercial & Industrial bei ista und Geschäftsführer bei Chargemaker. „Vermeintlich hohe Investitionskosten und lange Amortisationsdauern fordern die Wohnungswirtschaft bei der Errichtung von Ladeinfrastruktur heraus. Mit dem ‚Masterplan Ladeinfrastruktur 2030‘ wird dies zwar nun angegangen, aber viele Programme werden nach dem Prinzip ‚First come, first serve‘ vergeben. Deshalb sollten sich Interessenten schon jetzt vorbereiten und ein zukunftssicheres Ladeinfrastruktur-Konzept aufsetzen lassen.“

Private Wohnungsunternehmen treiben den Markt

Unter den Befragten der Studie sind die privaten Wohnungsunternehmen beim Ausbau der Ladeinfrastruktur derzeit am weitesten: 62 Prozent verfügen bereits in mindestens einer Liegenschaft über Ladeinfrastruktur. Bei Genossenschaften (52 Prozent) und kommunalen Unternehmen (48 Prozent) liegt der Anteil niedriger. Bislang dominieren sogenannte 1-zu-1-Wallboxen, die einzelnen Mietern fest zugeordnet sind. Geteilte Ladepunkte gewinnen jedoch an Bedeutung, insbesondere bei Projektentwicklern. (Halb-)öffentliche Ladepunkte spielen bislang eine untergeordnete Rolle – mit einer Ausnahme: 60 Prozent der befragten Genossenschaften können sich vorstellen, solche Angebote künftig zu schaffen.

Henne-Ei-Problem zwischen Mietern und Vermietern

In allen Teilsegmenten der Wohnungswirtschaft ist der wichtigste Grund für die Installation von Ladepunkten die Nachfrage durch die Mieter.

„Der Ladeinfrastrukturausbau stottert auch aufgrund einer Henne-Ei-Situation: Die Menschen zögern, weil die Ladeinfrastruktur vermeintlich nicht ausreicht – die Wohnungswirtschaft zögert, weil die Mieter vermeintlich keine Lademöglichkeiten nachfragen. Es bleibt zu hoffen, dass der ‚Masterplan Ladeinfrastruktur 2030‘ hilft, diese Blockade zu lösen“, sagt Klinck.

Für 46 Prozent der privaten Wohnungsunternehmen und 52 Prozent der Projektentwickler ist auch die Marktwertsteigerung ein treibendes Motiv. Für kommunale Wohnungsunternehmen und Genossenschaften stehen dagegen stärker regulatorische Anforderungen wie GEIG und EPBD im Fokus.

Hausaufgaben für die Branche: Informationsdefizite bremsen Investitionsentscheidungen

Während fehlendes Know-how noch mit als geringste Hürde für den Ladeinfrastrukturausbau angegeben wurde, fehlen für eine wirtschaftlich belastbare Planung häufig zentrale technische Daten– insbesondere bei kommunalen Wohnungsunternehmen und Genossenschaften. Nur 42 Prozent der Befragten kennen die Netzanschlussleistung und lediglich 22 Prozent verfügen über Informationen zur Last (zum Beispiel aktuelle Lastgangmessung). Überwiegend bekannt sind hingegen Lagepläne und Grundrisse (92 Prozent), Informationen zu den Arten der Stellplätze (83 Prozent), Elektropläne (64 Prozent) und Brandschutzvorgaben (52 Prozent).

ista engagiert sich mit Tochter Chargemaker im Bereich gebäudenaher Ladeinfrastruktur

Die Chargemaker GmbH ist als Tochter von ista im Bereich der Ladeinfrastruktur aktiv. Bis 2030 soll Chargemaker mit Investitionen von bis zu 30 Millionen Euro zum führenden Anbieter von Ladeinfrastruktur im Gebäudesektor in Deutschland entwickelt werden – dafür ist die Errichtung und der Betrieb von rund 25.000 Ladepunkten geplant. Die gebäudenahe Ladeinfrastruktur sowohl für Gewerbe- und Wohnimmobilien, Unternehmen und Hotels ergänzt damit das Leistungsspektrum von ista als Komplettanbieter klimafreundlicher immobiliennaher Dienstleistungen, zu denen weiterhin etwa ESG-Datenmanagement, intelligente Heizungssteuerung sowie Messstellenbetrieb für Strom, Gas und Fernwärme gehören.

Über die Studie:

Im August 2025 wurden 200 Entscheidungsträger aus der Wohnungswirtschaft im Rahmen von Computer aided telephone interviews (CATI) befragt. Diese lassen sich fünf Segmenten zuordnen „Kommunale Wohnungsunternehmen“, „Wohnungsgenossenschaften“, „Private Wohnungsunternehmen“, „Projektentwickler“ sowie „Asset Management- oder Investmentunternehmen“. Die Befragten verfügten über Wohnungsbestände mit insgesamt wenigstens mehr als 70 Stellplätzen, bei denen die Errichtung von Ladesäulen bereits umgesetzt wurde oder geplant ist.

Über ista

Wir geben Häusern eine Zukunft. Das tun wir mit Produkten und Dienstleistungen, die dabei helfen, den CO2-Ausstoß von Gebäuden zu reduzieren. Dazu managen wir Daten und Prozesse, durch die Immobilien klimafreundlicher, sicherer und komfortabler werden. Die Basis für unsere Produkte und Services ist digital. Dabei sorgen wir dafür, dass wir den Wechsel zu unseren nachhaltigen Technologien für alle einfach machen. So ermöglichen wir jedem Menschen, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Wir haben weltweit bereits über 48 Millionen funkende Geräte im Einsatz und entwickeln Lösungen für energieeffiziente und zukunftssichere Gebäude. Wir beschäftigen über 6.600 Menschen in 21 Ländern und unsere Produkte und Services werden weltweit in über 14 Millionen Wohnungen und Gewerbeimmobilien eingesetzt – bei mehr als 470.000 Kunden. 2025 erwirtschaftete die erweiterte ista Gruppe einen Umsatz von 1.287 Millionen Euro. Mehr Informationen unter www.ista.com/de.

Kontakt für weitere Informationen

ista SE
Corporate Communications 
Caren Altpeter
E-Mail:  Caren.Altpeter@ista.com