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Nanotechnologie – Visionen von gestern, Realitaet von morgen?
Sonntag, 16. Oktober 2005, 16.00 Uhr, 3sat
Erstausstrahlung

    Mainz (ots) - Nanotechnologie bedeutet Forschung im Allerkleinsten. Ein Nanometer, das sind zehn hoch minus neun beziehungsweise ein Milliardstel Meter. Die Forschung in diesen Dimensionen, die Veränderung von Materialien, bei der man Atom für Atom, Molekül für Molekül vorgeht, birgt den Stoff für Träume. Im Jahr 2000 berichtete die 3sat- Dokumentationsreihe „hitec“ bereits über die Visionen der Wissenschaftler zur Nanotechnik: Forscher erwarteten zum Beispiel winzige Roboter, die sich selbst erschaffen, Computerchips, die auf einem Bruchteil der Größe heutiger Siliziumhalbleiter ein Mehrfaches der derzeit möglichen Schaltkreise in greifbare Nähe rücken lassen, und Mini-Fräsen, die sich selbstständig im menschlichen Körper bewegen und Arterien kalkfrei halten. Was ist aus diesen Visionen geworden, wo steht die Forschung heute, was davon war realistisch?

    Das Puzzlespiel im Molekülbaukasten ist nicht ganz ungefährlich, wie Kritiker befürchten. So könnte ein Experiment leicht aus dem Ruder laufen, weil die Geschehnisse im Nanobereich noch weit gehend unverstanden sind. Abläufe im Nanobereich folgen nämlich völlig anderen Gesetzen als herkömmliche Prozesse. Dies ist ein Effekt der Quantenmechanik. Eine weitere Gefahr sehen Experten in der Größe der neuen Werkstoffe. Forschung und Politik sind gefordert, Grenzen für die Nanotechnologie zu erarbeiten und somit einen wirksamen Schutz vor Werkstoffen zu garantieren, deren Wirkung auf den menschlichen Körper noch keiner so richtig kennt.

    Die „hitec“-Dokumentation von Tim Förderer rekapituliert, welche Ansprüche und Erwartungen Nanoforscher vor fünf Jahren an die neue Technik hatten, und zeigt, wo die Nanotechnologie heute steht. Die selben Forscher werden nun mit ihren alten Aussagen und Visionen konfrontiert.

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit 3sat Stefan Unglaube (06131/ 70 6478) Mainz, 5. Oktober 2005

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