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Heinz Sielmann Stiftung

KORREKTUR: PM Ansiedlung von rund 70 Laubfröschen aus der Nachzucht stärkt Population im Allgäu

KORREKTUR: PM Ansiedlung von rund 70 Laubfröschen aus der Nachzucht stärkt Population im Allgäu
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Korrekturhinweis: In der vorigen Version dieser Meldung hatten wir von 200 ausgesetzten Jungfröschen geschrieben. Wie wir kurzfristig erfahren haben, wurden nur 70 Jungfrösche angesiedelt. Den Fehler bitten wir zu entschuldigen.

PRESSEMITTEILUNG

Ansiedlung von 70 Laubfröschen aus der Nachzucht stärkt Population im Allgäu

Heute wurden im Landkreis Ravensburg 70 junge Laubfrösche aus der Aufzuchtstation in die Freiheit entlassen. Damit setzt das Naturschutzprojekt „50 Tümpel für den Laubfrosch“ seine Arbeit erfolgreich fort. Die bereits angesiedelte Population wird nun im zweiten Jahr maßgeblich verstärkt.

Mit der zweiten Ansiedlung der Jungfrösche an einem angelegten Tümpel in Kißlegg steigen die Chancen auf eine langfristige Erholung der regionalen Laubfroschbestände. „Wir haben im Frühjahr bereits Jungtiere aus der letztjährigen Ansiedlung rufen hören. Das Kleingewässer wird gut angenommen. Das ist beachtlich, nachdem wir es erst vor zwei Jahren neu angelegt haben“, erklärt Moritz Ott, Wildtierökologe und stellvertretender Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands (LEV) im Landkreis Ravensburg. Er betreibt die Aufzuchtstation am Bodensee und betreut die in Süddeutschland erstmalige Nachzucht der Laubfrösche.

Weiterer Meilenstein im Projekt

Die Heinz Sielmann Stiftung, der LEV Ravensburg und der Landkreis Ravensburg haben sich zum Ziel gesetzt, dem Laubfrosch wieder bessere Überlebenschancen zu bieten. Dazu sollen bis 2027 insgesamt 50 Tümpel neu angelegt oder renaturiert werden – der aktuelle Stand liegt bei 28 Gewässern.

Das Naturschutzprojekt „50 Tümpel für den Laubfrosch“ wird zu rund 80 Prozent durch eine Förderung der Stiftung Naturschutzfonds Baden-Württemberg finanziert. Die zweite Ansiedlung von Jungfröschen ist ein weiterer wichtiger Schritt zur Stärkung der Populationen im Landkreis. Die Nachzucht aus gesammeltem Laich erhöht die Individuenzahl und fördert gleichzeitig die genetische Vielfalt. Da Laubfrösche erst im zweiten Lebensjahr geschlechtsreif werden, ist eine mehrmalige Ansiedlung am selben Standort notwendig.

Hand in Hand mit der Bevölkerung

Der Laubfroschbestand ist in den vergangenen Jahrzehnten im Landkreis Ravensburg bedenklich zurückgegangen. In Baden-Württemberg gilt er als stark gefährdet. Indem ein zusammenhängendes Netz aus Lebensräumen für Amphibien angelegt wird, kann er sich künftig wieder ansiedeln und großräumig vermehren.

„Den bisherigen Erfolg haben wir auch den vielen Privatgrundbesitzern zu verdanken, die ihre Flächen für die Tümpel zur Verfügung gestellt haben“, betont Matthias Roth, Projektverantwortlicher der Heinz Sielmann Stiftung. „Nur wenn wir als Gesellschaft zusammenarbeiten, um der Natur wieder mehr Raum zu geben, können wir die negativen Entwicklungen der Vergangenheit aufhalten und die Lebensbedingungen für Pflanzen, Tiere und Menschen wieder verbessern.“

Mit dem Laubfrosch kommen Vögel, Reptilien und Säugetiere

Der gerade einmal drei bis fünf Zentimeter große Froschlurch ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ökosysteme. Er ernährt sich von Insekten, die teilweise als Schädlinge gelten, wie Stechmücken und Blattläusen. Gleichzeitig dient er vielen Tiergruppen als Nahrung, etwa Vögeln, Reptilien und Säugetieren. „Durch die Anlage eines Rettungsnetzes aus Tümpeln helfen wir nicht nur dem Laubfrosch, sondern auch uns selbst“, erklärt Matthias Roth. „Wir leisten damit einen Beitrag zur Stabilisierung der regionalen Ökosysteme, auf die auch wir langfristig angewiesen sind.“

PRESSEFOTOS

Die unter folgendem Link verfügbaren Bilder dürfen unter Angabe des Copyrights zu redaktionellen Zwecken honorarfrei verwendet werden. Im Laufe des Vormittags werden aktuelle Bilder hinzugefügt. Zum Download

HINTERGRÜNDE

Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion

Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion erstrecken sich über die Landkreise Bodenseekreis, Ravensburg, Sigmaringen und Konstanz. In den vergangenen 20 Jahren hat die Heinz Sielmann Stiftung in der Region über 200 naturnahe Lebensräume eingerichtet oder renaturiert: Stillgewässer, Streuobstwiesen, extensive Weideflächen und viele mehr.

Mit Unterstützung der Landesregierung und in Zusammenarbeit mit Kommunen, landwirtschaftlichen Betrieben, Verbänden und Privatgrundbesitzern arbeitet die Heinz Sielmann Stiftung stetig daran, das Netz aus Lebensräumen zu erweitern und die biologische Vielfalt in der Region zu erhalten. Das erfolgreiche Modell wird auch in weiteren Bundesländern umgesetzt.

Erfahren Sie hier mehr über Sielmanns Biotopverbünde in der Bodenseeregion.

Conie Riedle
Freie Redakteurin
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
i.A. der Heinz Sielmann Stiftung
Mobil: +49 177 4600628
E-Mail:  mail@conieriedle.de

Web: www.sielmann-stiftung.de