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Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl: Prof. Dr. Kerstin Brückweh übernimmt Gastprofessur an der Universität Toronto

Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl: Prof. Dr. Kerstin Brückweh übernimmt Gastprofessur an der Universität Toronto
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Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl

Prof. Dr. Kerstin Brückweh übernimmt Gastprofessur an der Universität Toronto

Prof. Dr. Kerstin Brückweh, Professorin für Historische Stadt- und Raumforschung an der Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) und Leiterin des Forschungsschwerpunktes „Zeitgeschichte und Archiv“ am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung (IRS), übernimmt zum Wintersemester 2026/27 den Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl für Deutschland- und Europastudien an der Munk School of Global Affairs and Public Policy der Universität Toronto.

Bonn, 16.09.2026

„Mit Kerstin Brückweh übernimmt eine Historikerin den Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl, die deutsche Geschichte konsequent in europäische und transnationale Zusammenhänge einordnet“, sagte DAAD-Präsident Prof. Dr. Joybrato Mukherjee. „Ihr Blick auf gesellschaftliche Transformationsprozesse und das Zusammenspiel von Wissen und Alltag eröffnet vielfältige Anknüpfungspunkte für den akademischen Austausch in Toronto. Der Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl steht seit mehr als vier Jahrzehnten für die engen wissenschaftlichen Beziehungen zwischen Deutschland und Kanada. Ich bin mir sicher, dass Professorin Brückweh den wissenschaftlichen Austausch mit ihrem herausragenden Forschungsprofil nachhaltig bereichern wird.“

Brückweh untersucht das Zusammenspiel von gesellschaftlichen Systemen und individuellen Lebenswelten sowie von Expertenwissen und alltäglichem Handeln. Ihre Arbeiten reichen von der Gewaltgeschichte des 20. Jahrhunderts in Deutschland über die Wissensgeschichte Großbritanniens im 19. und 20. Jahrhundert bis zur Geschichte gesellschaftlicher Transformationen vor, während und nach 1989. In einem Seminar in Toronto untersucht sie anhand der Geschichte eines Einfamilienhauses, wie politische, soziale und städtische Umbrüche des 20. Jahrhunderts den Alltag in Deutschland geprägt haben.

Zuvor war sie Professorin für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Berliner Hochschule für Technik, Fellow am Max-Weber-Kolleg der Universität Erfurt und Projektleiterin am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam. Von 2007 bis 2013 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Historischen Institut London. Für ihr Buch „Mordlust. Serienmorde, Gewalt und Emotionen im 20. Jahrhundert“ erhielt sie 2009 den Preis für Geisteswissenschaften der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen.

Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl

Der Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl wird seit 1980 vom DAAD aus Mitteln des Auswärtigen Amts gemeinsam mit der Universität Toronto finanziert und im Wechsel mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus Politik, Geschichte oder Soziologie besetzt. Benannt ist der Lehrstuhl nach der deutsch-amerikanischen politischen Theoretikerin und Publizistin Hannah Arendt, die 1933 vor der nationalsozialistischen Verfolgung aus Deutschland floh.

Der Lehrstuhl ist eng mit der ebenfalls vom DAAD geförderten „Joint Initiative in German and European Studies“ verbunden und gehört zum Programm „German Studies Dozenturen in Nordamerika“. Damit stärkt der DAAD die Deutschland- und Europastudien an führenden nordamerikanischen Hochschulen.

Zu den bisherigen Inhaberinnen und Inhabern des Hannah-Arendt-Gastlehrstuhls zählen Carl-Christoph Schweitzer, Wolfgang Knöbl, Markus Kaim, Thomas Großbölting, Heiko Beyer und zuletzt Thorsten Faas.

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Weitere Informationen

Der Hannah-Arendt-Gastlehrstuhl wird jährlich auf der Webseite der „German Studies Dozenturen“ des DAAD ausgeschrieben: German Studies Dozenturen in Nordamerika - DAAD

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an

Gabriele Knieps

Referatsleiterin Nordamerika/RISE

DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst

+49 (228) 882-271

knieps@daad.de

Presse-Kontakt

Cordula Luckassen

Stellv. Leiterin der Pressestelle / Pressesprecherin – SB03

DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst

+49 228 882-308

presse@daad.de

Diese Presseinformationen werden Ihnen bereit gestellt von DAAD – Deutscher Akademischer Austauschdienst e.V., Pressestelle, Kennedyallee 50, 53175 Bonn; +49 228 882-454, presse@daad.de