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Neues Deutschland: zur Rentenpolitik der Koalition

    Berlin (ots) - Im deutschen Rentensystem liegt  so Einiges im Argen. Mittlerweile muss die Regierung eilends ein  Gesetz zusammenzimmern, ohne das es sogar reale Kürzungen bei den Alterssalären gäbe und das auch noch als soziale Wohltat daherkommt. Völlig unverständlich ist zudem die Rente erst ab 67, denn für ältere Arbeitnehmer gibt es kaum noch Jobs. Die Regierung begründet diese Maßnahme mit der demographischen Entwicklung - doch um diese aufzufangen, hatte schon Rot-Grün Kürzungsfaktoren beschlossen. Eigentlich müssten diese aufgehoben werden, wenn die Rente ab 67 kommt, wovon natürlich keine Rede ist.  Ohnehin setzt derzeit nicht die Demographie die Renten unter Druck, sondern die Misere auf dem Arbeitsmarkt. Genauer gesagt die hohe Arbeitslosigkeit und der unselige Trend hin zum Niedriglohn, dem die Politik mit den Ein-Euro-Jobs die Krone aufgesetzt hat. Diese werden auch noch in die Lohnsumme mit eingerechnet und verhindern so Rentenerhöhungen.   Der Schlüssel zur Lösung der aktuellen Rentenprobleme liegt derweil bei den Unternehmen, die leicht zumindest einen Teil ihrer üppig sprudelnden Gewinne der Gesellschaft zurückzugeben könnten. Würden sie wieder Neueinstellungen vornehmen und zudem ihren Beschäftigten merklich höhere Löhne zugestehen, würde die Sozialversicherung insgesamt profitieren. So gesehen kann man der IG Metall in der Lohnrunde 2006 nur viel Erfolg wünschen.

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