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Neues Deutschland: zum Prozessbeginn um den Flughafen Berlin Brandenburg International

    Berlin (ots) - Der Flughafen Berlin-Brandenburg International in Schönefeld wird  - sehr wahrscheinlich - kommen. Mit Krach und   Wehen, mit Hürden und Auflagen. Doch er wird kommen. Trotz der vielen Verfahrensfehler, der unzähligen Pleiten und und Pannen im vergangenen Jahrzehnt. Weil die Wirtschaft ihn an dieser Stelle haben will und demzufolge auch die Politik - gleich, in welcher Parteienfarbe sie antritt. Da gibt es zu viele Begehrlichkeiten, Verflechtungen und Verfilzungen, als dass man auf Schönefeld einfach verzichten könnte. Ein Milliardendeal. Es geht um Geschäft, Geld und Gewinn. Die Wirtschaft lockt mit 40000  neuen Arbeitsplätzen in ferner Zukunft. Wer will sich diesem Argument entgegenstellen? Wer will sich da als Arbeitsplatzkiller entlarven, als Schlächter der Region? Auch wenn sich all die Wirtschaftswunder-Zahlen irgendwann einmal als Luftnummern erweisen und sich die blühenden Landschaften als gefühlte Vegetationen von damals, als Schnee von gestern wiederfinden. Seriöse Prognosen, wie Segen bringend der  Flughafen für Berlin und Brandenburg sein wird, gibt es nicht, nur die propagandistische Hoffnung.

      Und wenn die Bundesrichter das Projekt noch stoppen? Dann wird  
Schönefeld auf Umwegen nicht neu-, sondern ausgebaut, Stück für
Stück, bis irgendwann die Großflughafen-Dimension erreicht ist. Das
Kapital kann da keine Kompromisse machen. Bei zwei Milliarden Euro -
so viel soll Schönefeld kosten - hört der Spaß auf.

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