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Neues Deutschland: zum Tag gegen Gewalt gegen Frauen

    Berlin (ots) - Die gute Nachricht: Gewalt gegen  Frauen hat heute eine Hausnummer. Zumindest einmal im Jahr ist in der Bundesrepublik   dieses Tabu-Thema - jahrhundertelang unter der Teppich gekehrt - in der öffentlichen Debatte. Und viel hat sich getan: Die betroffenen Frauen finden Hilfe, es gibt Zufluchtsorte und rechtliche Handhaben wie das Gewaltschutzgesetz.   Die schlechte Nachricht: Dennoch müssen Frauenprojekte um jeden Cent kämpfen. Und es ist zu befürchten, dass sich das mit der schwarz-roten Bundesregierung  nicht verbessert. In Thüringen sollen 14 von 25 Frauenhäusern  schließen. Land und Kommunen ziehen sich aus ihrer Verantwortung zurück. Hartz IV  macht es Frauen  schwer, sich aus gewalttätigen Beziehungen zu lösen. Sie sind finanziell an ihren Lebenspartner gekettet - wie bitte erklärt frau einem genervten Sachbearbeiter der Arbeitsagentur, dass der eigene Mann  sie schlägt?   Heute finden Politikerinnen und Politiker alles ganz, ganz schlimm - um morgen wieder zur Tagesordnung überzugehen. Doch wir Frauen brauchen mehr als Lippenbekenntnisse. Denn wer Frauen die Möglichkeiten nimmt, sich zur Wehr zu setzen, Zuflucht zu finden und sich frei zu entfalten, übt selbst Gewalt aus und degradiert uns zu Opfern. Schweigen wir also nicht mehr, sondern sorgen dafür, dass das Thema nicht morgen schon wieder in der Versenkung verschwindet.

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