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Neues Deutschland: zum Verkauf des Berliner Verlages

    Berlin (ots) - Das ist die Nachricht, auf die jetzt über eine Woche gewartet wurde: Aber es ist keine gute. Mr. David Montgomery hat mit seinem Konsortium den Berliner Verlag gekauft. Eine Woche lang war dieser Ex-Journalist aus Großbritannien der Inbegriff für eine gefräßige »Heuschrecke«, die - frei nach Brehm und Müntefering - nach dem Kahlfraß nur noch tote Zweige von ehemals blühenden Landschaften hinterlässt. Nun sind das ja ziemlich kräftige Biesterchen, und nicht nur für ihren Appetit, sondern auch für große Sprünge bekannt. Und ganz nebenbei zeichnen sie sich auch noch durch milliardenfaches Auftreten aus. Die, die der Sozialdemokrat Müntefering in sein kapitalismuskritisches Gebet vor einem halben Jahr einschloss, fallen allerdings mehr durch milliardenschweres Agieren auf. Sie selber machen Heu, während sie Schrecken bei den von ihnen Befallenen verbreiten.  Gestern lobte Montgomery seine neue Beute in den höchsten Tönen. Es hätte auch verwundert, wenn er nur von hoher Rendite geredet hätte. Gestern war aber mitnichten von einer Jobgarantie die Rede. Dafür aber wieder von weiterem Ausbreiten auf dem deutschen Zeitungsmarkt, der für Montgomery noch terra incognita ist.  Wird das Bundeskartellamt in ein paar Wochen dem Verkauf zustimmen? Noch vor drei Jahren hat es abgelehnt. Es könnte ja auch diesmal nein sagen. Wäre doch eine prima Idee. Muss man bloß drauf kommen. Vielleicht wurden wir zu früh erschreckt?

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