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Neues Deutschland: zu Reaktionen auf die Folgen von Fukushima

Berlin (ots) - Wie groß die Risiken der Kernenergie sind, hat die Katastrophe von Fukushima neuerlich zu Tage gefördert. Mehrere Staaten haben daraufhin halbherzige Moratorien für ihre Atompläne beschlossen. Doch was hat die vielbeschworene Staatengemeinschaft unternommen? Die Antwort ist ebenso kurz wie ernüchternd: Nichts! Das ist auch kein Wunder, denn die Atomenergiebehörde IAEA gleicht eher einer AKW-Werbeagentur denn einer Sicherheitsbehörde. Der Deutsche Naturschutzring hat nun in einem Brief an Angela Merkel die Bundesregierung aufgefordert, sich im UN-Sicherheitsrat für einen Beschluss einzusetzen, der die Abschaltung aller AKW in Erdbebengebieten vorsieht. Die Forderung ist natürlich völlig utopisch, zumal die fünf Vetomächte zu den Hauptbefürwortern der Kernenergie zählen. Doch berechtigt ist der Vorstoß allemal: Immerhin hat das UN-Gremium erst in letzter Zeit wieder Beschlüsse gefasst, die sich - auf dem Papier - für den Schutz der Zivilbevölkerung einsetzen. Es ist daher skandalös, dass die Kernenergie kein Thema ist, obwohl sie eine Zerstörungskraft besitzt, die auch nicht vor Staatengrenzen haltmacht. Zahlreiche AKW rund um den Globus laufen in Gebieten mit häufigen Erdbeben und weitere sind im Bau. Ein Thema also, das auf internationaler Bühne verhandelt gehört. Mit dem Motto »Augen zu und durch« wird man das Problem sicher nicht aus der Welt schaffen.

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