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Neues Deutschland: zur Lage in Nahost

Berlin (ots)

Als letztes stirbt die Hoffnung. Mit dieser
abgegriffenen Formel lässt sich der erste Besuch von USA-Präsident 
George W. Bush im Heiligen Land am trefflichsten beschreiben. Der 
Visionär Bush sieht den Frieden am Horizont aufziehen, einen Wandel 
zum Positiven auf allen Seiten. Israels Regierung bekenne sich zur 
Zwei-Staaten-Lösung, die Palästinenser um Abbas hätten dem Terror 
abgeschworen und die arabischen Staaten bekennten sich seit Annapolis
zu einer friedlichen Lösung des Nahost-konflikts. Aus der groben 
Makroperspektive kommen diese Einschätzungen aus dem Weißen Haus 
vielleicht sogar hin, doch einem Frieden auf der Mikroebene kommt man
damit noch lange nicht näher.
 Eine Einigkeit in den drei Hauptfragen - Grenzziehung. Status 
von Jerusalem, Rückkehrrechte der Flüchtlinge - ist nicht mal 
zwischen den verhandlungswilligen Hoffnungsträgern Olmert und Abbas 
auch nur annäherungsweise absehbar. Und weder Olmert noch Abbas haben
das Format und die politische Kraft, ihre Bevölkerung zu 
schmerzhaften Kompromissen zu bewegen. Beide sind schwach: Olmerts 
Regierung hängt von ultraorthodoxen Hardlinern wie der Schas ab, 
Abbas bekommt die Extremisten der Hamas nicht in den Griff. Hinzu 
kommt ein USA-Präsident im Endstadium, der für beide Seiten schöne 
Worte findet und doch klar Partei ist. So fehlt Bushs Hoffnung auf 
einen nahenden Frieden jede Substanz.

Pressekontakt:

Neues Deutschland
Redaktion / CvD

Telefon: 030/29 78 17 21

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