Alle Storys
Folgen
Keine Story von Westfalenpost mehr verpassen.

Westfalenpost

Westfalenpost: Tobias Blasius zur Dienstrechtsreform

Hagen (ots)

Die rot-grüne Dienstrechtsreform in Nordrhein-Westfalen darf als klassisches Beispiel dafür gelten, dass "gut gemeint" leider allzu oft das Gegenteil von "gut gemacht" ist. Mit allerlei Gummiparagrafen versucht die Landesregierung, eine Frauenquote in den Öffentlichen Dienst zu tragen. Das Ergebnis: Unmut in vielen Behörden. Klagen zurückgesetzter Männer. Frauen unter kollegialem Rechtfertigungsdruck. Endlose Selbstbeschäftigung insbesondere von Finanzverwaltung und Polizei, die eigentlich so viel Wichtigeres zu tun hätten. Die handwerklich schlecht gemachte Dienstrechtsreform ist eine politische Bauchlandung mit Ansage. Monatelang hatten Praktiker aus dem Landesdienst für Übergangsregelungen plädiert, die auf die laufenden Beurteilungszyklen Rücksicht nehmen. Sie hatten klare Ausführungsbestimmungen eingefordert und Hinweise auf Möglichkeiten für stärkere Familienfreundlichkeit und mehr Frauengerechtigkeit bei Beförderungen gegeben. Stattdessen bekommen nun wieder die Gerichte Arbeit. Aus Schaden ist die Düsseldorfer Regierungskoalition offenbar nicht klug geworden. Bereits mit dem verkorksten Tariftreue- und Vergabegesetz, das schon vier Jahre nach seinem Inkrafttreten generalüberholt werden musste, verhob man sich am Anspruch, den Öffentlichen Dienst in Nordrhein-Westfalen zum besonders vorbildlichen Arbeit- und Auftraggeber zu machen. Es gehört zu den ironischen Wendungen der neuen Frauenquote, dass ausgerechnet Finanz- und Innenminister die eigene Dienstrechtsreform mit Massenbeförderungen auszuhebeln versuchen. Sie hätten besser vorher im Kabinett die Stimme erhoben.

Pressekontakt:

Westfalenpost
Redaktion

Telefon: 02331/9174160

Original-Content von: Westfalenpost, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Westfalenpost
Weitere Storys: Westfalenpost
  • 07.08.2016 – 20:38

    Westfalenpost: Joachim Karpa zu Volker Kauder

    Hagen (ots) - Vor gut drei Monaten hat der CDU/CSU-Fraktionsvorsitzende Volker Kauder gefordert, jeder Muslim müsse sich klar von Terror und Gewalt distanzieren. Weil Selbstmordattentäter den Islam für ihre Verbrechen missbrauchen? Eine dieser leeren politischen Forderungen, die eines wollen, sich an die Spitze einer vermeintlichen Mehrheitsmeinung im Land zu stellen. Populismus, der im Schatten der AfD aufblüht. Die ...

  • 05.08.2016 – 18:39

    Westfalenpost: Affäre Petra Hinz

    Hagen (ots) - Petra Hinz ist kein Opfer, auch wenn der ein oder andere nun Mitleid mit ihr empfinden mag. Die Politikerin aus Essen hat ihre Karriere auf einem Fundament aus Lebens(lauf)lügen errichtet. Eine Diskussion darüber, ob Hinz auch ohne gefälschten Unterlagen für die Arbeiterpartei SPD bis in den Bundestag gekommen wäre, ist müßig: Sie hat es ja gar nicht erst versucht. In gut neun Monaten entscheiden die Bürger an Rhein und Ruhr über einen neuen Landtag. ...

  • 03.08.2016 – 20:50

    Westfalenpost: Martin Korte zu Einbruchszahlen

    Hagen (ots) - Für Loblieder ist es zu früh. Dass die Einbruchszahlen im ersten Halbjahr 2016 in Nordrhein-Westfalen rückläufig sind, ist erfreulich, aber ein langfristiger Trend lässt sich aus dieser Statistik noch nicht ableiten. Mehrere Faktoren dürften eine Rolle für den Rückgang spielen: Die Bürger sind wachsamer, sie schützen ihr Eigentum effektiver, und - ja - die Polizei zeigt mehr Präsenz an ...