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Westfalenpost: Gewalt im Fußball

Hagen (ots) -

Der Fußball ist die bestmögliche Bühne für gewaltverliebte Horden, die mit dem Sport nichts im Sinn haben. Sie unterwandern und vergiften eine Fanszene, die auf diese Weise selbst für die klugen Dialog-Rezepte der Vereine und des Deutschen Fußball-Bundes unkontrollierbar wird. Die Folgen erleben wir jetzt auf eine niederschmetternde Art und Weise.

Es ist richtig, mit den wahren Fußball-Freunden auch weiterhin das Gespräch und Lösungen zu suchen. Aber es ist nicht minder richtig, die unberechenbaren Chaoten aus dem Verkehr zu ziehen. Die Stadionverbote sind ein erstes Signal. Trotz der großen Rivalität zwischen Schalke 04 und Borussia Dortmund darf niemand auf die abstruse Idee kommen, die Schalker Entschlossenheit als populistische Entscheidung zu Lasten des Revier-Rivalen zu geißeln. In dieser überaus ernsten Partie tragen die Branchengrößen die gleiche Trikotfarbe.

Ein Blick nach Italien genügt, um zu sehen, was Zaudern bewirkt: Braune Parolen und unfassbare Prügelszenen sind dort zur Normalität geworden. Aber auch bei uns kommt es mittlerweile sogar in Fußgängerzonen zu Jagdszenen in Vereinsfarben-Verkleidung. Mit lebensgefährlichen Folgen. Mehr Alarmsignale braucht es nicht. Der Fußball muss sich weiter energisch zur Wehr setzen, um diese schwerste Herausforderung zu meistern.

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