Alle Storys
Folgen
Keine Story von Neue Osnabrücker Zeitung mehr verpassen.

Neue Osnabrücker Zeitung

Nach Baugipfel: Handwerkspräsident drängt auf schnelle Umsetzung der Maßnahmen

Osnabrück (ots)

Nach Baugipfel: Handwerkspräsident drängt auf schnelle Umsetzung der Maßnahmen

Beschlüsse könnten Kollaps der Baubranche noch vermeiden - Länder sollten Grunderwerbsteuer senken

Osnabrück. Handwerkspräsident Jörg Dittrich drängt auf eine schnelle Umsetzung der beim Baugipfel beschlossenen Maßnahmen. "Die beim Baugipfel verabredeten Maßnahmen sind ein Hoffnungsschimmer. Aber wirken können sie nur, wenn sie wirklich so schnell wie möglich umgesetzt werden", sagte Dittrich der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ). Es seien mehrere Einzelmaßnahmen, die dafür sorgen könnten, 2024 einen Kollaps zu vermeiden. "Aber um bereits im nächsten Jahr eine vollständige Trendumkehr zu erreichen, hätte die Bundesregierung entweder wesentlich früher handeln oder aber jetzt wesentlich mehr Geld in die Hand nehmen müssen", meinte Dittrich. Nur wenn die jetzt beschlossenen Maßnahmen konsequent umgesetzt würden, "können wir spätestens 2025 wieder an den Aufwärtstrend der vergangenen Jahre anknüpfen". "Dafür darf aber kein Tag mehr verloren gehen. Gefragt sind jetzt auch die Länder. Es geht nicht, dass der Bund versucht, die Bauwirtschaft anzukurbeln, und die Länder ihre Möglichkeiten etwa durch eine Senkung der Grunderwerbsteuer nicht ausschöpfen", sagte Dittrich der NOZ.

Dittrich sagte, dass die Kapazitäten und die Fachkräfte am Bau noch gebraucht würden: für die energetische Gebäudesanierung, für den Bau von Infrastruktur und Wohnungen. "Deshalb müssen wir dafür sorgen, dass die Betriebe diese Krise überstehen. Vorübergehend können sie in Kurzarbeit gehen. Aber das birgt trotzdem die Gefahr, dauerhaft Personal zu verlieren. Einen solchen Effekt haben wir in der Gastronomie in der Corona-Pandemie beobachtet. Dazu darf es im Baubereich nicht kommen. Daher ist es so wichtig, jetzt dafür zu sorgen, dass wieder Aufträge kommen", mahnte der Handwerkspräsident.

Alarmiert sei das Handwerk weniger wegen der zurückgehenden Baugenehmigungen, sondern wegen der "dramatisch abnehmenden Bewilligungen für Baufinanzierungen". "Das ist der wesentlich aussagekräftigere Indikator. Aus Krediten werden echte Bauvorhaben, aus Baugenehmigungen nicht unbedingt. Und die Zahl der bewilligten Kredite ist regelrecht eingebrochen, hat sich nach dem, was zu hören ist, wohl mehr als halbiert. Das ist ein echtes Alarmsignal", sagte Dittrich.

Beim Baugipfel im Kanzleramt waren unter anderem die Absenkung von Energiestandards und Steuererleichterungen in Aussicht gestellt worden.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
Weitere Storys: Neue Osnabrücker Zeitung
  • 29.09.2023 – 06:00

    Gesine Cukrowski beklagt "absurde Fernsehrealität"

    Osnabrück (ots) - Gesine Cukrowski beklagt "absurde Fernsehrealität" Schauspielerin: ARD und ZDF verlieren durch zu intensives Buhlen um die Jugend die älteren Leute - Starker Stoff wegen fehlender Liebesgeschichte abgelehnt Osnabrück. Gesine Cukrowski (54), Schauspielerin, hadert mit der Programmpolitik von ARD und ZDF: "Sie wollen versuchen, die jungen Leute fürs öffentlich-rechtliche Fernsehen zu interessieren, ...

  • 29.09.2023 – 01:00

    Bahnstrecke Hannover-Hamburg: SPD-Bundespolitiker wollen Neubau und machen Druck auf Niedersachsen

    Osnabrück (ots) - Bahnstrecke Hannover-Hamburg: SPD-Bundespolitiker wollen Neubau und machen Druck auf Niedersachsen Abgeordnete Blankenburg und Ahmetovic: "Wir müssen klotzen, nicht kleckern." Osnabrück. Für seine ablehnende Haltung zu einem Neubau der Bahnstrecke Hannover-Hamburg erhält der Niedersächsische Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) Gegenwind von ...

  • 28.09.2023 – 01:00

    CDU-Vorstoß: Nur noch Sach- statt Geldleistungen für Asylbewerber

    Osnabrück (ots) - CDU-Vorstoß: Nur noch Sach- statt Geldleistungen für Asylbewerber Fraktionschef Sebastian Lechner für bargeldlose Auszahlung etwa über Wertgutscheine und "konsequente Abschiebung" Osnabrück. Die CDU-Fraktion im Landtag von Niedersachsen fordert in der Flüchtlings- und Migrationspolitik eine härtere Gangart und eine konsequente Umstellung der finanziellen Unterstützung auf Sachleistungen. "Gerade ...