Das könnte Sie auch interessieren:

"Scheunenfund": Erster Bulli-Radarblitzer nach 54 Jahren entdeckt

Hannover (ots) - - T1 war zu Schulungszwecken bei der Polizei Niedersachsen im Einsatz - 66 Jahre ...

Joko ist neuer Weltmeister! "Das Duell um die Welt - Team Joko gegen Team Klaas" mit sehr guten 13,8 Prozent Marktanteil am Samstag weiter stark

Unterföhring (ots) - Joko schlägt den amtierenden Weltmeister und hält für Team Klaas die richtigen ...

Gefährliche Wachstumsschwäche Deutschlands durch Lohnzuwächse und Energiekosten

Brüssel (ots) - Besorgt reagierte der Europaabgeordnete Bernd Lucke (Liberal-Konservative Reformer) auf die ...

30.01.2019 – 01:00

Neue Osnabrücker Zeitung

NOZ: Mehr als fünf Millionen Bürgern fehlt Geld für vollwertige Mahlzeiten

Osnabrück (ots)

NOZ: Mehr als fünf Millionen Bürgern fehlt Geld für vollwertige Mahlzeiten

Jeder dritte Erwerbslose betroffen - Neue Zahlen des Statistischen Bundesamtes

Osnabrück. Fast jeder dritte Erwerbslose in Deutschland kann sich nicht regelmäßig eine vollwertige Mahlzeit leisten. Bei einer EU-Erhebung gaben 30,3 Prozent der Menschen ohne Job an, nicht genug Geld zu haben, um jeden zweiten Tag vollwertig zu essen. Das geht aus neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hervor, die der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vorliegen. Insgesamt waren 5,14 Millionen Menschen ab 16 Jahren betroffen, das entspricht einem Anteil von 7,5 Prozent.

Die Zahlen stammen aus der EU-Datenbank SILC, die das Statistische Bundesamt auf Anfrage der Linken-Fraktion ausgewertet hat, und beruhen auf der Selbsteinschätzung der befragten Haushalte. Die aktuellsten Daten beziehen sich auf das Jahr 2017. 2014 lag der Anteil der Erwerbslosen, denen Geld für regelmäßige vollwertige Mahlzeiten fehlte, bei gut 33 Prozent.

21 Millionen Menschen in Deutschland (30,4 Prozent) sahen sich 2017 nicht in der Lage, unerwartete Ausgaben in Höhe von 1000 Euro etwa für eine Autoreparatur oder eine neue Waschmaschine aus eigenen Finanzmitteln zu stemmen. Fast 16 von hundert Haushalten fehlte Geld, um jährlich eine Woche Urlaub woanders als daheim zu verbringen. Dieser Anteil ist in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen. 2014 hatten laut SILC gut 21 Prozent der Haushalte zu wenig Geld für einen jährlichen Urlaub fern der Heimat. Die Zahl der Betroffenen sank von 14,3 auf 10,9 Millionen.

Linken-Sozialexpertin Sabine Zimmermann nannte die Zahlen alarmierend. "Armut ist in Deutschland kein Randphänomen, sondern zieht sich quer durch die Bevölkerung", sagte sie der "NOZ" und forderte von der Bundesregierung "ein umfassendes Konzept zur Armutsbekämpfung". Dazu gehöre ein Mindestlohn von 12 Euro, die Streichung der Möglichkeit der sachgrundlosen Befristung sowie der Sanktionen für Hartz-IV-Bezieher und eine Anhebung des Rentenniveaus auf 53 Prozent.

Pressekontakt:

Neue Osnabrücker Zeitung
Redaktion

Telefon: +49(0)541/310 207

Original-Content von: Neue Osnabrücker Zeitung, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von Neue Osnabrücker Zeitung
  • Druckversion
  • PDF-Version

Orte in dieser Meldung

Themen in dieser Meldung